1000 Fragen an mich selbst

Vieles, über das ich in meinem Blog schreibe, habe ich beobachtet. Und oft sehe ich mehr, als ich aufschreiben oder mir gar merken kann. Deshalb fand ich die Idee von Beyhan so interessant. Ich habe ihren Blog bei meiner Suche nach anderen schönen Blogs gefunden, von denen ich euch ja jeden Monat einige vorstelle. Ihr ist nämlich der Gedanke gekommen, wie es für euch so wäre, wenn ihr in die Beobachter-Position gehen könntet und dabei etwas oder vielleicht auch vieles für euch mitnehmen könnt?

Für die Beobachter-Position müsst ihr nicht einmal an einem bestimmten Ort sein, sondern lediglich „nur“ mit und bei euch. Optimal wäre natürlich, wenn ihr ungestört seid und so euren Gedanken freien Lauf lassen könnt… Wenn ihr soweit seid, wie wäre es dann mit der Beantwortung von „1.000 Fragen an Dich selbst“? Diese Fragen könnt ihr natürlich auch einer Person stellen, die ihr näher kennenlernen wollt. Dabei ist es irrelevant, wie lange ihr die Person schon kennt oder ob ihr denkt, die Antwort bereits zu kennen.

Die “1000 Fragen an dich selbst” stammen übrigens aus einem Heftchen, das der Ausgabe 18/2016 der kuscheligen „Die-Welt-ist-so-schön-und-tu-was-für-Dich-selbst-Zeitschrift“ FLOW beilag. Die ich nicht lese, nein – nicht weil ich ein Mann bin, sondern weil ich einfach keine Zeit dafür habe. Aber das Thema „1000 Fragen an sich selbst“ zu stellen fand ich an sich schon sehr interessant.

Eine erste Beantwortung der Fragen habe ich zufällig auf den Blogs von Isabella und Johanna entdeckt. Genau genommen bei dem Blogpost „Wer bin ICH eigentlich noch, seit ich Mutter bin? Über Selbstfürsorge, Selbstfindung und 1000 Fragen an mich selbst

Da kann ich nun nicht mitreden, obwohl zugegeben – das Thema ein wenig anders formuliert, könnte ja auch passen: „Wer bin ich eigentlich noch, seit ich Vater bin? Über Selbstfürsorge, Selbstfindung und 1000 Fragen an mich selbst.“ Und um hier keine Vermutungen herbeizuführen: Ich mache mich keineswegs über diese Frage lustig. Nein, ich bin nur der Meinung, dass sich diese Fragen ja wohl auch einmal ein Mann stellen darf, oder?

Andererseits muss ich zugeben, dass ich die Beantwortung dieser 1000 Fragen für einen Mann nicht immer sehr einfach ist. Da ist Feingefühl und viel Einfühlungsvermögen gefragt. Das habe ich zugegebenermaßen auch nicht immer.  Deshalb habe ich mir vorgenommen, es einfach mal zu versuchen. Das Problem, dass einige Fragen nur von Frauen beantwortet werden können, löse ich damit, die betreffenden Fragen auszutauschen. Ausgetauschte Fragen sind durch ein „*“ kenntlich gemacht.

Die Ersatzfragen stammen übrigens aus   „O, the Oprah Magazine“ und erschienen 2015 mit der Überschrift „What you always wanted to ask your husband“, zu Deutsch wohl übersetzt wie: „Was sie schon immer mal ihren Mann fragen wollten.“ Sobald ich Oprah‘ s Fragen alle übersetzt habe, stelle ich sie euch gern in einer PDF zu Verfügung. Vielleicht habt ihr ja eine Verwendung dafür. Die ursprünglichen Fragen gibt es nachfolgend  in einer PDF-Datei.  Den gesamten Fragebogen findet Ihr hier:

Hier meine Antworten auf die ersten 25 Fragen:

1 | Wann hast du zuletzt etwas zum ersten Mal gemacht?  Vor Jahren habe ich gemerkt, das reines Laufen allein nicht für die Fitness und Gesundheit reicht und nach und nach Sportkurse mit bewusster Anregung anderer Muskeln belegt. Seit über einem Jahr gehört auch Aerobic dazu. Es war am Anfang für mich als älterer Herr ein wenig irritierend, zusammen mit 25 jungen Damen „rumzuhüpfen“. Aber inzwischen freue ich mich jede Woche darauf, denn die Übungen sind nicht nur gut für die Muskeln, sondern auch für das Hirn.

2 | Mit wem verstehst du dich am besten?  Hier stünde ein weiblicher Name.

3 | Worauf verwendest du viel Zeit? Darüber nachzudenken, wofür ich Zeit verwende? Nein! Mit unzähligen Gesprächen über alle möglichen Themen.

4 | Über welche Witze kannst du richtig laut lachen?  Das ist ganz unterschiedlich, dabei kommt es auf die Situation an. Aber gut sollten sie schon sein, spontan noch besser.

5 | Macht es dir etwas aus, wenn du im Beisein von anderen weinen musst?  Nein, ich habe gelernt, meinen Gefühlen auch einmal freien Lauf zu lassen. Weinen tut gut, es befreit.

6 | Was isst du morgens zum Frühstück? Ein Müsli und dazu eine Tasse Tee.

7 | Wem hast du zuletzt einen Kuss gegeben?  Eben erst – meiner Liebsten.

8 | In welchem Punkt gleichst du deiner Mutter? Es immer wieder zu versuchen, sie hat nie aufgegeben. Und ein wenig mehr ihrer Schlagfertigkeit könnte ich ab und an gebrauchen.

9 | Was machst du morgens als Erstes?  Da schwinge ich mich aus dem Bett, irgendwie geht das noch recht schwungvoll. Ich muss vorher nur schauen, liege ich rechts auf der Bettseite oder links?

10 | Kannst du gut vorlesen? Meine Enkel interessiert die Vorlese-Qualität ihres Opas recht wenig. Hauptsache der liest was vor. In der Regel so zwischen 386 und 547 Mal. Früher, als ich noch regelmäßig berufsbedingt eine Sprecherziehung bekam, war ich sehr gut im Vorlesen. Heute schiebe ich das alles auf meine Zähne und meine Brille, wenn es sich schräg anhört.

11 | Bis zu welchem Alter hast du an den Weihnachtsmann geglaubt?  Sehr lange, so bis ich 6 war, da behauptete mein sechs Jahre älterer Bruder doch tatsächlich, dass auf seiner Carrera-Bahn das Preisschild eines Kaufhauses klebt. Und er glaubte nicht, dass de Weihnachtsmann zu Karstadt gegangen sei.

12 | Was möchtest du dir unbedingt irgendwann einmal kaufen?  Meinen Kindern habe ich – als sie klein waren – versprochen, dass ich mir, wenn ich alt bin, unbedingt einmal ein Perzlbritz kaufen werde, Etwas, dass alle Menschen unbedingt haben wollen. Bis heute wissen sie nicht, was ein Perzlbritz ist und ich werde es hier nicht verraten, sonst könnten sie es ja erfahren. Aber wenn ich es dann habe, werde ich es ihnen zeigen.

13 | Welche Charaktereigenschaft hättest du gerne? Die Gelassenheit meiner Oma, den Wortwitz unserer Bäckereifachverkäuferin, die Ausdauer des Köters unseres Nachbarn (ob es wohl an dem liebt, dass wir laufend Welpen in de Nachbarschaft haben?) und die Ruhe eines Klempners. 

14 | Was ist deine Lieblingssendung im Fernsehen?  Ich habe keine, außer das ich einer der vielen Freaks bin, die unbedingt jeden Sonntag den Tatort sehen wollen.

15 | Wann bist du zuletzt in einem Vergnügungspark gewesen?  Ich glaube, das war noch zu DM-Zeiten. Mit Euro will ich mir so etwas nicht leisten. Ich meine mich auch zu erinnern, dass ich bei meinem letzten Besuch, weder Vergnügen noch einen Park fand.

16 | Wie alt möchtest du gern werden? Gesunde 80+ wären schön.

17 | An welchen Urlaub denkst du mit Wehmut zurück?  Immer an den letzten, weil der dann meist so schnell um war und es nun wieder ganz lange dauert, bis der nächste kommt.

18 | Wie fühlt sich Liebeskummer für dich an?  Ich wollte diese Frage erst austauschen. Aber als ich dann die Ersatzfrage las (Hast Du schon mal eine Tresenbekanntschaft mit nach Hause genommen?), hab ich mich lieber für den Liebeskummer entschieden. Erst einmal mache ich dieses Kästchen jetzt hier rosa. So. Bei meiner Tochter war Liebeskummer eine absolute Katastrophe. Darunter hatten oder konnten dann alle leiden. Also ganz ehrlich: Ich habe immer Liebeskummer, wenn jemand ganz bestimmtes nicht da ist. Und das fühlt sich nicht sehr schön an.

19 | Hättest du lieber einen anderen Namen?  Ich mag meinen Namen – zumal er ja äußerst selten ist. Aber ich finde es furchtbar, wenn ich gefragt werde: „Wie wird der eigentlich ausgesprochen?“

20 | Bei welcher Gelegenheit hast du an dir selbst gezweifelt? Oh mehrfach gerade. Ob das Foto oben zur Frage passt und warum hier alle meine Antworten in kursiv stehen, was das für Arbeit macht. 

21 | * Ist es wichtig für dich, was andere von dir denken? Ganz im Gegenteil, ich finde es aber furchtbar anregend, was andere von mir denken. Stimme ich mit ihren Ergebnissen überein? Hätte ich mich besser daneben benehmen sollen und wieso kann der Typ eigentlich denken?

22 | Welche Tageszeit magst du am liebsten? Ach eigentlich so jede. Der frühe Morgen hat was, der Vormittag ist auch recht schön und dann heißt es ja, man solle den Tag nicht vor dem Abend loben. 

23 | Kannst du gut kochen? Nein, es reicht für Spaghetti oder Rühreier. Apropos Rühreier, kann mir mal jemand verraten, wie man hier ein kräftiges Gelb als Hintergrundfarbe bekommt. Ach gefunden, danke, is geklärt. 

24 | Welche Jahreszeit entspricht deinem Typ am ehesten?  Ich wusste, dass hier noch eine unangenehme Frage kommt. Also, ich habe mich vor Jahren mal in eine Farbberatung begeben. Die Dame kam wohl irgendwie aus Österreich und war äußerst charmant „ja, schaun’s, sie sind or Herbstle. Jo, is des a Freud.“ Also ich bin ein Herbst, typmäßig und wie heißt es in der Gesellschaft: Ich sei im Herbst meines Lebens. Fazit: Ich bin ja sowas von voll im Trend! 

25 | Wann hast du zuletzt einen Tag lang überhaupt nichts gemacht? Letzte Woche, da hat grippemäßig nur meine Nase gearbeitet.

Wie, hab ich wirklich die ersten 25 Fragen geschafft? Ok, dann werde ich mir ab jetzt 1x im Monat 25 Fragen stellen. ,Einfach, um ein bisschen über mich nachzudenken und vielleicht tatsächlich die ein oder andere Antwort zu finden, die ich bisher nicht kannte. Falls ihr das Thema also auch spannend findet, könnt ihr gerne mitmachen und die Fragen in einem eigenen Blogpost beantworten oder Euch unter Johannas Blog verlinken. Dort sind schon 138 Verlinkungen (138 Frauen / 0 Männer -> Warum nur?). Also los. Viel Spass und ich mache hier in 4 Wochen weiter.

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