Frohe Weihnachten

 Danke, dass Ihr hier wart!

Allen meinen Leserinnen und Lesern danke ich für die Treue zu meinem Blog und wünsche euch ein frohes Weihnachtsfest und einen noch schöneren Jahresübergang. Ich verspreche an dieser Stelle: Dieser Blog ist auch “zwischen den Feiertagen” und im nächsten Jahr für Euch da.

Hier noch einmal die schönsten Geschichten aus meinem Weihnachtskalender, der übrigens zum 2. Januar schon wieder aus dem Blog genommen wird. Ich finde es schade.

Der Weihnachtsmann ist die evangelische Gegengestalt zum katholischen Heiligen Nikolaus, und beide haben sich auf eine Arbeitsteilung eingerichtet. Der Weihnachtsmann beschenkt im Norden Deutschlands die Kinder am 24. Dezember. Der Nikolaus kommt im Süden am Vorabend des 6. Dezember persönlich zu den Kindern, mit Sack, mit großem Buch und mit seinen Begleitern.


baum-cookies-dekoriert-688010In Dänemark sieht man in den Städten schon einige Wochen vor Weihnachten zahllose Weihnachtsmänner, die „Julenisser“, die vor allem vor den Geschäften stehen und an die Kinder Süßigkeiten verteilen. Das Christkind als Geschenkbringer kennt man in Dänemark nicht.

Übrigens haben die vielen Weihnachtsmänner in Dänemark auch eine wohltätige Funktion. Sie sammeln Geld für arme Familien mit vielen Kindern.


Der Adventskranz ist übrigens deshalb rund, weil nun der erste zufällig rund war. Johann Hinrich Wichern, der Begründer der „Inneren Mission“, ließ sich 1838 für seine adventliche Kerzenandacht einen großen, runden Holzreifen als eine Art Kronleuchter richten und schmückte ihn mit Tannenzweigen. Er wurde zum Vorbild für den Adventskranz.


aufsicht-dekoration-draufsicht-639110Als großes Fest der Christen lässt sich Weihnachten seit dem Jahre 354 in Rom nachweisen. Das Wort bedeutet „Weihe-Nächte“, d.h. geweihte, also heilige Nächte. Denn eigentlich ist Weihnachten nicht nur ein Fest von zwei Tagen, sondern zur Zeit der „Weihe-Nächte“ gehörten die zwölf Nächte vom Heiligen Abend bis zum Fest der Heiligen Drei Könige dazu.


Eine riesige Weihnachtsfreude erlebte 1522 Kaiser Karl V.: Er hatte Riesenschulden bei dem Augsburger Kaufmann Jacob Fugger. Dieser erließ ihm Weihnachten 1522 seine Schulden von (nach heutigem Kurs gerechnet) sechs Millionen Euro.


Wenn am Nikolaustag oder am Vorabend dieses Tages die Kinder von Sankt Nikolaus besucht und mit Spekulatius, Äpfeln, Nüssen und anderen leckeren Sachen beschenkt werden, dann ist an diesem alten, vorweihnachtlichen Brauch auch noch eine zweite Gestalt gebunden: Knecht Ruprecht! Während „St. Nikolaus“ in ehrwürdiger Bischofstracht erscheint, trottet „Knecht Ruprecht“ als vermummte Pelzgestalt mit Rute, Kette und Sack hinterher, Er straft auf Anweisung des „Heiligen Mannes“ die bösen Kinder.

Kulturhistoriker vermuten, dass „Knecht Ruprecht“ ursprünglich bei den Germanen eine heidnische Spukgestalt war. Nach ihren Vorstellungen soll er durch die winterlichen Wälder Germaniens getobt sein und zur Wintersonnenwende die guten Kinder mit Geschenken erfreut haben, während er die bösen mit der Rute strafte.

weihnachtsmotiv-niedlichDer Legende nach war der Nikolaus der Bischof von Myra in Kleinasien und soll im 4. Jahrhundert n. Chr. Gelebt haben. Er wurde schnell zu einem der beliebtesten Heiligen, ein Schutzpatron der Kinder, der Bäcker der Jungfrauen, der Juristen und der Spitzbuben. Als Patron der Kinder fiel ihm schon im Mittelalter die Aufgabe zu, im Bischofsornat von Haus zu Haus zu ziehen, zu schenken und zu mahnen. Die Kinder hatten damals ein „Kerbholz“ herzuzeigen, ein „Vaterunserhölzle“, auf dem die Anzahl ihrer Gebete eingekerbt war. Nach der Zahl de Kerben fielen die Gaben aus: Nüsse, Äpfel, Esskastanien.


ball-baum-bokeh-717988In England wird nicht am Heiligen Abend, sondern am morgen des 1. Weihnachtstages beschert. Der Weihnachtsmann kommt durch den Kamin, den in England so gut wie jedes Haus aufweist. Er steckt seine Gaben in die Strümpfe der Kinder, die sie am Bett oder an der Türklinke aufgehängt haben. Königin Victoria soll, angeregt von ihrem deutschen Gemahl, den Weihnachtsbaum in England eingeführt haben.


In Frankreich ist der Weihnachtsmann immer häufiger zu finden. In den Städten wird Weihnachten mit festlichen Schlemmereien und mit Tanz in den Gaststätten gefeiert. Auf dem Lande ist es ein Fest der Familie und der Besinnung. Die Kinder werden von Weihnachtsmann besucht


weihnachtsmotiv-schlicht.jpgAlle Jahre wieder schreiben Kinder an den Weihnachtsmann oder direkt an den lieben Gott. Sie vermuten ihn in der „Milchstrasse“, „Auf Wolke 12“ aber auch irgendwo „Am Mondkreis“. Trotz dieser phantastischen Anschriften warten sie nicht vergebens auf Antwort. Seit Jahrzehnten sorgen findige Beamte der Bundespost dafür, dass die Schreiber eine Antwort aus bekommen. In Deutschland gibt es sieben Postämter, die für die „Antworten des Weihnachtsmannes“ verantwortlich sind. Das bekannteste Weihnachtsmann-Postamt befindet sich in Himmelpfort in Brandenburg: Dort trafen im Jahr 2009 280.000 Briefe und Wunschzettel von Kindern aus 125 Ländern ein – adressiert an den Weihnachtsmann, den Nikolaus oder an das Christkind.


Opfergaben wurden im Mittelalter dargebracht, die später symbolhaft in der Weihnachtsbäckerei wieder auftauchten. So hat zum Beispiel der Christstollen die Form eines Brotes.


In den USA gibt es zahllose und recht unterschiedliche Weihnachtsbräuche, je nach der Volksgruppe, die in einem Gebiet am stärksten vertreten ist. Doch allgemein ist in den USA das Weihnachtsfest fröhlicher und bunter als bei uns. Beschenkt werden die Kinder am 1. Weihnachtstag vom Weihnachtsmann, Santa Claus geheißen. Er fährt mit einem Schlitten durch die Lüfte, der von acht Rentieren gezogen wird.


geschenke-uberraschung-weihnachten-23074Das schwedische „Jul“ dauert bis zum Dreikönigstag. In dieser Zeit feiern die Familien mit Einladungen an Freunde & Verwandte, wobei recht üppig gegessen und getrunken wird. Der „Lucia-Tag“, der Tag der Sonnengöttin, leitet die Festzeit ein. An diesem Morgen, dem 13. Dezember, erscheint die Lucia-Braut, meist von der jüngsten Tochter der Familie verkörpert, in einem langen weißen Gewand und einer Lichterkrone im Haar am Bett der Eltern und präsentiert einen Teller mit Süßigkeiten.


In Griechenland ziehen die Kinder singend von Haus zu Haus und werden mit Feigen, Rosinen und süßem Gebäck beschenkt. Nur in Griechenland wohnende Ausländer, einige gutsituierte griechische Familien und ehemalig Gastarbeiterfamilien lassen sich einen Tannenbaum von weit her kommen.


In Italien ist meist eine handgeschnitzte Krippe mit schönen Figuren das Symbol für Weihnachten. Spenderin der Geschenke ist in Italien nicht das Christkind, sondern die gute Fee Befang.

In Norwegen bringt nicht der Weihnachtsmann, sondern der Weihnachtszwerg die vielen Geschenke.


beleuchtet-beleuchtung-draussen-242422Zum ersten Mal offiziell erwähnt wird der Christbaum im Jahre 1605 und zwar stammt diese Nachricht aus dem Elsass. Allerdings verbot schon im Jahre 1520 die Gemeinde Schlettstedt (Elsass) für das Weihnachtsfest Tannen aus dem Wald zu holen.


Vorbei die Zeiten, als Kinder noch mit Füller und in Schönschrift ihre höflichen Bitten an Santa Claus richteten. Heute verlangen Sie ohne „bitte“ oder „danke“, gefälligst sämtliche Weihnachtswünsche erfüllt zu bekommen. So sieht das zumindest eine amerikanische Psychologin, die 1.200 Briefe an den Weihnachtsmann aus einer Zeitspanne von 5 Jahren untersuchte.

Das Ergebnis: Die Höflichkeit in den Briefen nimmt kontinuierlich ab. Viele Kinder machen sich nicht mehr die Mühe, einen Brief in ganzen Sätzen auszuformulieren, sondern beschränken sich auf eine rohe Auflistung ihrer Wünsche. Ok, wenn das alles wäre … Unter den Briefen befand sich jedoch auch eine Todesdrohung an den Weihnachtsmann! Wahrscheinlich war der junge Absender im Vorjahr besonders unzufrieden mit seinen Geschenken.

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Wer Weihnachtslieder singt benötigt dazu mehr „Hirn“ als zum Beispiel beim Lesen oder beim Kopfrechnen. So sieht es jedenfalls die Westfälische Wilhelms-Universität in Münster. Bekannte Weihnachtslieder nämlich – wie „Oh Tannenbaum“ – aktivieren die gesamte Hirnrinde, die anderen Tätigkeiten dagegen nur einzelne Hirnregionen.


Die meisten Weihnachtsartikel werden in China produziert und das obwohl nur zwei Prozent der Bevölkerung Christen sind. Allerdings wird das christliche Fest – Religion hin oder her – auch in China gerne gefeiert. Wie bei uns in Europa, sind die Städte dort zur Adventszeit mit Weihnachtsdekoration und Glitzer geschmückt und der Einzelhandel boomt.


bezaubernd-bucher-drinnen-326581In Finnland ist Weihnachten auch ein Fest der Tiere. Die Haustiere erhalten in diesen Tagen besondere Leckerbissen und für die Vögel werden volle Garben in den Garten gestellt. Früher war es auf dem Lande so üblich, die Wege zu den Häusern mit einem Teppich aus Tannen- und Kiefernzweigen zu belegen, auf dem das Christkind dann in die Häuser kam.


Dies hat eine Versicherungsstudie ergeben. 79 % der Befragten bevorzugen trotz Weihnachtsstaus den eigenen Wagen als Verkehrsmittel. Als Gründe gaben sie Bequemlichkeit und Unabhängigkeit an. 8 % reisen an Weihnachten am liebsten mit dem Zug, 4 % mit dem Bus und nur 2 % mit dem Flugzeug.

2 Comments

  1. Frohe Weihnachten auch von mir! Der Adventskalender hat mir sehr gefallen und freue mich schon auf den nächsten. ^^

    Beste Grüße
    Franziska

  2. Vielen Dank für den ausführlichen und äußerst interessanten Beitrag!
    Die Wünsche zum Fest und für 2019 erwidere ich auf das Herzlichste.
    Beste Grüße
    Fred

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