Wie Menschen negative Lebensereignisse wahrnehmen

Warum eigentlich nicht mitmachen?

Studie: Wie Menschen negative Lebensereignisse wahrnehmen

Wie ihr vielleicht an anderer Stelle gelesen habt, ist dieser Blog auch ein Versuch der Zusammenarbeit zwischen behinderten und nicht behinderten Menschen. Der Grund dafür ist, dass wir belegen wollen, dass Menschen mit einem „Down-Syndrom“ selbstständig leben und arbeiten können, wenn sie denn entsprechend gefördert werden.

Das Team von „Stresemanns Ganz normal“ (mehr darüber erfahrt ihr hier) spricht lieber von einem „Ergebnis“, als von einem Versuch. Und es ist für uns keine Behinderung, es ist nur ein Chromosom mehr. Unterstützt werden wir mit Rat und Tat von ehrenamtlichen Förderern aus Vereinigungen, Medienunternehmen und Juristen. Dazu gehört auch die Westfälische Wilhelms-Universität Münster (WWU), die im Rahmen der Forschung Hilfestellung gibt. An dieser Stelle einmal mehr vielen Dank allen unseren Förderern. Es macht Spaß mit euch zusammenarbeiten zu dürfen. Welche Ergebnisse nach einem Jahr erzielt wurden, berichten wir euch in Kürze hier auf dem Blog.

Warum wir das schreiben? Weil wir von einer Studie erfahren haben, die genauso spannend ist wie unsere eigene. Wie nehmen Menschen schwerwiegende Lebensereignisse, etwa den Tod nahestehender Personen oder eine Arbeitslosigkeit wahr. Auch das ist bislang kaum erforscht. Psychologinnen und Psychologen der Ruhr-Universität Bochum wollen das mit der Studie zur „Wahrnehmung von Lebensereignissen“, kurz WaLe, ändern. Das Team um Svenja Schaumburg, Peter Hähner und Prof. Dr. Maike Luhmann von der Fakultät für Psychologie interessiert sich dafür, wie die Wahrnehmung von Lebensereignissen mit dem Wohlbefinden und der Persönlichkeit zusammenhängt. Mit der WaLe-Studie wollen die Forschenden einen genaueren Einblick in die Wahrnehmung von Lebensereignissen erhalten. Sie wollen herausfinden, welche Umstände die Reaktion auf Lebensereignisse beeinflussen und welche Faktoren erklären, warum betroffene Personen unterschiedlich auf belastende Lebensereignisse reagieren. Diese Erkenntnisse sollen dazu genutzt werden Unterstützungs- und Hilfeangebote für betroffene Personen zu entwickeln.

Für die WaLe-Studie werden Teilnehmerinnen und Teilnehmer gesucht.  

Wer kann teilnehmen?


An der Online-Studie teilnehmen können Menschen, die in den vergangenen fünf Wochen den Tod einer nahestehenden Person, das Ende einer Beziehung, das Ende einer engen Freundschaft oder das unfreiwillige Ende einer Beschäftigung erlebt haben oder durch eine entscheidende Prüfung gefallen sind, sodass ihr geplanter Karriereweg unmöglich geworden ist oder deutlich verzögert wird.

An wen kann man sich wenden?


Interessierte können sich ab sofort bis voraussichtlich Ende November 2021 online anmelden (https://l.rub.de/2b8a69e3). Nähere Informationen zur Studie finden Interessierte auch im Internet unter http://www.pml.psy.rub.de/forschung/projekte/wale-studie.html.de.

Online-Erhebung im Zeitraum von sechs Monaten


Die Studie umfasst fünf Erhebungen im Zeitraum von sechs Monaten, die online erfolgen. Die angemeldeten Personen werden per E-Mail zu den jeweils 15 bis 30 Minuten langen Befragungen eingeladen. Sie umfassen Fragen zur Persönlichkeit, zum Wohlbefinden sowie zu dem Lebensereignis, das die Probanden kürzlich erlebt haben. Personenbezogene Daten wie die E-Mail-Adresse werden streng vertraulich behandelt und getrennt von allen anderen Angaben aus den Fragebögen gespeichert.

Dankeschön & Feedback ?


Als Dankeschön für die Teilnahme können Probanden nach jeder Erhebung an einer Verlosung teilnehmen. Insgesamt werden Gutscheine im Gesamtwert von 1.200 Euro verlost. Teilnehmende haben nach jedem Messzeitpunkt darüber hinaus die Möglichkeit, ein kurzes Feedback zu ihrer Persönlichkeit zu erhalten.

Organisation der Studie und Kontakt


Die Studie wird von M. Sc. Peter Hähner (Lehrstuhl für Psychologische Methodenlehre), M. Sc. Svenja Schaumburg (Lehrstuhl für Klinische Psychologie und Psychotherapie) sowie Prof. Dr. Maike Luhmann (Lehrstuhl für Psychologische Methodenlehre) der Ruhr-Universität Bochum organisiert. Mit allen Fragen rund um diese Studie könnt ihr euch jederzeit wenden an: wale-studie@rub.de. (Im Bild oben: Die beteiligten studentischen MitarbeiterInnen)

Wir wünschen der WaLe-Studie ganz viel Erfolg!