„Each for Equal“,

Weltfrauentag 2022

Das Motto des heutigen Internationalen Frauentag 2022 lautet „Each for Equal“, „Jede und jeder für Gleichberechtigung“. Die Initiator:innen rufen damit auf, eine Welt frei von Stereotypen, Vorurteilen und Diskriminierung zu erschaffen, die vielfältig, gleichberechtigt und integrativ ist und in der Unterschiede gewürdigt und gefeiert werden.

Der Frauentag gilt als so genannter Welttag. Berlin hat den Frauentag 2019 und Mecklenburg-Vorpommern ab 2022 zum gesetzlichen Feiertag gemacht. Dieser Tag ist auch als „Internationaler Frauentag“, „Frauenkampftag“ oder auch einfach kurz und knapp als „Frauentag“ bekannt. Im Mittelpunkt steht dabei die Rolle der Frau in der Gesellschaft. Ein solcher Tag soll den Fokus auf spezielle Probleme und Themen lenken, die global von Bedeutung sind.

Was ist der Weltfrauentag?

Der Weltfrauentag, auch Internationaler Frauentag, Frauenkampftag oder einfach nur Frauentag genannt, ist ein Welttag. Gegründet wurde er von sozialistischen Organisationen zu Beginn des 20. Jahrhunderts mit dem Ziel, die Gleichberechtigung und das Frauenwahlrecht voranzutreiben. Die Vereinten Nationen feiern den „Tag der Vereinten Nationen für die Rechte der Frau und den Weltfrieden“ seit 1975 ebenfalls immer am 8. März.

Das Datum 8. März hat Bedeutung, wobei es verschiedene Erzählungen gibt, warum ausgerechnet der 8. März der Tag der Frau sein soll. Lange Zeit hieß es, der Ursprung liege in einem Streik von Textilarbeiterinnen am 8. März 1857 in New York. Allerdings hält dieser Mythos einer historischen Prüfung nicht stand, es gibt keine Hinweise darauf, dass es diesen Streik tatsächlich gab. Belegt ist hingegen, dass Arbeiterinnen, Ehefrauen und Bäuerinnen am 8. März 1917 – nach dem julianischen Kalender 23. Februar – in Petrograd streikten und die Februarrevolution auslösten. 1921 wählte die Zweite Internationale Konferenz kommunistischer Frauen diesen Tag deshalb zum Gedenktag.

Warum gibt es den Weltfrauen-tag?

Der Weltfrauentag wurde ursprünglich ins Leben gerufen, um die Gleichberechtigung, das Wahlrecht für Frauen und die Emanzipation voranzutreiben. Die Anfänge zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurden von Frauenbewegungen und sozialistischen Parteien oder Organisationen vorangetrieben. In Deutschland war es vor allem die SPD, die sich für den Weltfrauentag stark machte. Auch nachdem Frauen sich das Wahlrecht erfolgreich erstritten hatten, blieb der Weltfrauentag in unterschiedlichen Formen bestehen. In Deutschland war er allerdings während des Nationalsozialismus verboten, stattdessen wurde Muttertag gefeiert.

Es gibt genug Gründe für den Weltfrauentag, denn wenn auch die Gleichberechtigung während des 20. Jahrhunderts große Sprünge gemacht hat, kann von absolut gleichen Rechten für Frauen in vielen Bereichen immer noch nicht die Rede sein. Nach Angaben der Bundeszentrale für Politische Bildung hatten Anfang 2018 erst 143 der 193 Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen die Gleichstellung der Geschlechter in ihre Verfassung aufgenommen. Die Gender Pay Gap, die Lücke in der Bezahlung zwischen Mann und Frau, ist immer noch nicht geschlossen – Frauen verdienen im Durchschnitt weiterhin weniger. Und in vielen Fällen wird ihnen Bildung immer noch verweigert, was die Einkommensschere vergrößert. Zusätzlich werden Frauen überproportional oft Opfer häuslicher Gewalt. Durch die Coronakrise, teilte UN-Generalsekretär António Guterres 2021 mit, sei die Ungleichheit zwischen den Geschlechtern sogar noch einmal verschärft worden.

Was ist das Symbol vom Weltfrauentag?

 Ein gern gewähltes Symbol zum Weltfrauentag ist die rote Nelke. Bereits beim ersten Internationalen Frauentag 1911 sollen sich die Frauen diese Blumen ans Revers gesteckt haben. Das Symbol der roten Nelke wurde schon früh mit politischer Bedeutung aufgeladen: Während der Französischen Revolution war sie das Zeichen für widerständige Adlige, die wegen ihres Ungehorsams zum Tod verurteilt wurden. 1889 wurde sie zum Symbol der internationalen Arbeiterbewegung.

„Each for Equal“

In diesen Ländern ist am internationale Frauentag auch wirklich frei:

  1. Angola
  2. Äquatorialguinea
  3. Aserbaidschan
  4. Burkina Faso
  5. Eritrea
  6. Georgien
  7. Guinea-Bissau
  8. Kasachstan
  9. Kambodscha
  10. Kirgisistan
  11. Laos
  12. Moldau
  13. Mongolei
  14. Nordkorea
  15. Russland
  16. Tadschikistan
  17. Turkmenistan
  18. Uganda
  19. Ukraine
  20. Usbekistan
  21. Weißrussland