Stresemanns Ganz normal

Kunst Tipp

Stephan Huber 

Arbeiten im Reichtum

Stephan Hubers Kunstwerk „Arbeiten im Reichtum“ wirkt rätselhaft: Man sieht niemanden arbeiten, noch sieht man echten Reichtum. Stattdessen eine Schubkarre aus Blech und Stahlrohren mit einem Gummireifen und Griffen aus Kunststoff. Das Rad einer zweiten Karre wurde ersetzt durch gegeneinander verdrehte und ineinander verzahnte altmodische Kronleuchter – Modelle aus Blech, Draht, Glas, Plastik und gewöhnlichen Kerzen-Glühlampen. Ein dritter und vierter Kronleuchter liegen in der anderen Schubkarre. Eine merkwürdige Zusammenstellung von Gegenständen, die nichts miteinander zu tun haben wollen, aber durch den Eingriff des Künstlers zusammengebracht wurden. Angezogen vom hellen Licht betritt der Besucher eine absurde Bühnensituation, in der das Licht eine tragende Rolle spielt. Licht galt zu allen Zeiten als Symbol für eine hoffnungsvolle Zukunft. Licht bringt Rettung, Erlösung und Freiheit, etwa das „Licht der Aufklärung“ im 18. Jahrhundert. Dem Licht der 4 Kronleuchter hat Stephan Huber die ursprüngliche Funktion genommen, dafür hat es andere Bedeutungen gewonnen. Es schlägt, gerade weil es nichts beleuchtet und für keinen Wohlstand steht, die Brücke zur Erinnerung an die Symbolik des Lichtes: Auf der Bühne unseres Reichtums leuchtet dieses Licht nicht besonders hell aber hartnäckig weiter. 

Der 1952 in Lindenberg im Allgäu geborene Stephan Huber studierte an der Akademie der bildenden Künste, München. Stephan Huber lebt und arbeitet in München.

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