Stresemanns Ganz normal

Aus der Reihe ohne Titel

Der Fotograf Volker Döhne

Kunst Tipp

Volker Döhne

Reihe ohne Titel

Volker Döhne ist ein deutscher Fotokünstler, dessen Werk vor allem durch konzeptuelle Fotoserien von Alltagsräumen des Rheinlands, des Bergischen Landes und des Ruhrgebiets sowie durch seinen gezielten Einsatz der Farbfotografie geprägt ist. Döhne, 1953 in Remscheid geboren, studierte von 1976 bis 1980 an der Kunstakademie Düsseldorf in der berühmten Fotoklasse bei Professor Bernd Becher, als sein zweiter Schüler. Sein künstlerisches Werk ist vor allem in seiner Frühzeit stark von der dokumentarisch-typologisch geprägten Schwarz-Weiß-Fotografie seines Lehrers Bernd Becher beein- flusst. So beschäftigt er sich in seiner Reihe Kleineisenindustrie (1977/78) mit Kleinbetrieben, die er, ähnlich wie Becher mit den Anlagen der Schwerindustrie, distanziert und isoliert als einzelne Bildgegenstände fotografiert und so deren Typologie betont.

Spätestens mit der Reihe BUNT (1979) findet Döhne allerdings zu einer eigenen Fotoästhetik. Während die künstlerische Fotografie in Deutschland bis dahin ausschließlich in schwarz-weiß stattfand, dokumentiert Döhne die farbenfrohe Welt der späten 1970er Jahre als erster der Becher-Schüler in Farbe. Auch wenn BUNT mit ihren Motiven der Gartenhäuschen und Autos wiederum eine Typologie der Alltagswelt vornimmt, ist diese Reihe ohne die Farbigkeit der Objekte nicht denkbar. Vor allem die Fotografien der in Rot, Orange, Gelb oder Grün lackierten Mitteklasseautos vor den oft grauen Fassaden der Nachkriegszeit werfen durch ihre Kontraste einen schonungslosen Blick auf die Widersprüche wie Zukunftshoffnungen der späten Wirtschaftswunderzeit. Eine ähnliche Faszination für Farbe im Alltag der deutschen Mittelschicht macht Döhne in der farbenfrohen Gestaltung von Gartenhäuschen aus. Die Reihe BUNT spiegelt somit in ihrer konsequenten Farbigkeit die Suche nach Individualität und Sichtbarkeit während einer Umbruchzeit der deutschen Nachkriegsgesellschaft und ist ebenso als humorvoller Kommentar des Zeitgeistes zu verstehen.

Döhnes Arbeiten sind in höchstem Maße eigenständige und konzentrierte Auseinandersetzungen mit dem von Menschen individuell gestalteten Raum in seinen sozialen und alltäglichen Funktionen und nehmen einen wichtigen Platz in der nationalen Fotografiegeschichte ein. « 

Mehr Infos zu Volker Döhne gibt es hier

Die photographische Sammlug Volker Döhne

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