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Bis die Felgenbremse quietscht

Das Fahrrad wird ein immer wichtigeres Verkehrsmittel. Befragt nach den Gründen, vermehrt auf das Fahrrad umzusteigen, führen die meisten Radfahrer zunächst die erhöhten Spritpreise an. Danach folgt die Aussage, sich auf dem Weg zur Arbeit ein wenig mehr bewegen zu wollen. Überraschend hingegen folgt die Feststellung, dass viele mit dem Fahrrad wesentlich entspannter an ihrem Arbeitsplatz ankommen, als mit dem Auto. Wer unterwegs zur Arbeit auf den gewohnten Ärger trotzdem nicht verzichten will, der kann sich auch auf dem Rad aufregen; über Autofahrer, Radfahrer, Fußgänger, rote Ampeln und andere solche Sachen. Oder aber seine eigenen Regeln schaffen.

Beispielsweise das „Schlängeln“. Das beruht auf der ganz einfachen Erkenntnis, dass es dem denkenden und kreativen Menschen nicht zugemutet werden kann, auf der Straße nur geradeaus zu fahren. Experten unter den Radfahrern schlängeln so lange, bis die Felgenbremse quietscht. Dann gibt es da noch die „organisierte Farbenblindheit“. Wenn schon Maler blaue Pferde und lila Kühe malen können, warum soll es dann einem richtigen Fahrradfahrer verwehrt sein, ein simples austauschbares rotes Lämpchen in ein grünes umzudenken. Die beliebteste Variante ist das „Straßen-Malefiz“. Trick dabei ist es, bei Verkehrsstockung Barrikaden vor den Autos zu bauen. Ein undurchdringlicher Wall von 4 bis 5 Stahlrössern samt Reitern zwingt auch den pferdestärksten Autofahrer zur Ruhe und nicht zur Raserei. Oder vielleicht gerade dazu? Spaß macht diese Malefiz-Variante besonders beim langsamen Anfahren nach der Stockung und dem anschließenden Ausschwärmen. Was den Autofahrer dazu treibt, sich über die Radfahrer die Platze zu ärgern. Die Plauze natürlich auch, denn die wird beim Autofahrer nicht kleiner.

Bemerkungen

  • Kommt immer darauf an, wie weit entfernt man wohnt und ob es zeitlich passt. Für mich wäre zu Arbeit purer Stress, weil mir die Zeit im Nacken ist. Mein Zeitplan ist sehr eng gestrickt. Wenn man schulpflichtige Kinder hat, ist es halt so. Dafür fahre ich in der Freizeit Fahrrad. Sehr entspannend.

  • Sehr verbreitet ist leider auch die Überquerung des Zebrastreifens ohne abzusteigen. Was ich übrigens nicht wusste: erlaubt ist die Nutzung des Fahrrads als Tretroller!

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