Das Kreuz mit der Telefonauskunft

Foto: Tim Reckmann / pixelio.de

Fast jeder von Ihnen hat bestimmt schon mal bei der 11833 oder einer ähnlichen Telefonauskunft angerufen. Das Gespräch landet dann in der Regel in einem sogenannten „CallCenter“. Und nicht das Sie glauben, es klingelt da unentwegt das Telefon. An den Auskunftsplätzen wird Ihr Anruf vielmehr durch das Aufleuchten einer roten Lampe angezeigt. Nicht immer gibt es sofort eine Verbindung und auch das kennen Sie sicher: Sie hören nämlich „Wir sind gleich für Sie da!­ Bitte warten!“

Aber bitte, nicht das Sie jetzt meinen, die Damen und Herren der Auskunft spielen Karten, da sucht einfach noch jemand vor Ihnen eine Telefonnummer. Und um Gottes Willen, nicht gleich wieder auflegen. Ihr Anruf reiht sich nämlich ein in eine sogenannte Warteschleife, bei der Sie automatisch dran kommen. Und das soll ziemlich schnell gehen, betonen die Telefonleute, schließlich seien sie ja auch eine Hotline. Ab und an kann Geduld aber auch ganz schön teuer werden, denn den Service der Telefonauskunft lassen sich die Anbieter gut bezahlen. Das rührt die Hotline-Betreiber allerdings wenig. Sie setzen dem entgegen, dass das Betreiben einer Telefonauskunft jährlich etwa eine Viertel Milliarde Euro koste. Dafür gibt es dann auch besondere Serviceleistungen zusätzlich: Den Weckdienst zum Beispiel.

Beim täglichen Umgang mit den Menschen wie du und ich bleibt es natürlich nicht aus, dass die kuriosesten Dinge gefragt und gesagt werden. Beispielsweise nach Telefonnummern bekannter Persönlichkeiten wie dem Papst und auch nach Angela Merkel. Und dann sind da noch Telefonnummern von Institutionen, die oft nur unter einer Trägerschaft zu finden sind. Bei der Suche nach einem Kindergarten antwortet ein Anrufer daher schon einmal auf dir Frage, was für ein Träger das denn sei: „So ein ziemlich langer, dicker Stahlträger!“

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