Stresemanns Ganz normal

Das Liederbuch der Liederbücher

„Wer einen Schatz von A nach B bringen will, hat zwei Möglichkeiten“, sagt Karin Zimmermann, Leiterin der Historischen Sammlungen der Heidelberger Uni-Bibliothek: „heimlich oder mit maximalem Brimborium“. Im Fall des Codex Manesse wählten die Verantwortlichen den zweiten Weg. Ein Großaufgebot der Polizei bewachte den Transport der 700 Jahre alten Liedersammlung von Heidelberg ins Mainzer Landesmuseum, wo sie ausgestellt werden soll. Räuber ließen sich wie erhofft nicht blicken. Zimmermann war erleichtert, schließlich ist der Codex von unersetzlichem Wert. Der Codex Manesse umfasst 6.000 Zeilen Lyrik von 140 Autoren wie Walther von der Vogelweide, die in farbigen Abbildungen dargestellt wird. Jeder Schüler kennt zwei oder drei davon aus seinen Geschichtsbüchern. „Der Codex Manesse ist die wesentliche Quelle für unser heutiges Bild vom Mittelalter“, sagt Zimmermann. Kein Wunder, dass er für die Ausstellung in Mainz mit gleich 80 Millionen Euro versichert wurde. Für Zimmermann spiegelt aber auch das seinen Wert nicht wider: „Selbst für 100 Millionen Euro könnte ich keinen neuen Codex kaufen.“

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