Ganz normal

Der Mai ist gekommen

„Mai, dieser Monat ist ein Kuss, den der Himmel gibt zur Erde“, schwärmt ein Gedicht über en schönsten Frühlingsmonat. Dieses Gefühl liegt ganz einfach in der Luft, wenn es draussen wieder grün wird. Kein Wunder, dass dann gern und viel gefeiert wird; am liebsten mit Maitanz und einer Maibowle. Schaut einmal, was uns der kommende Monat sonst noch alles bringt:

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Maifeiern


Hinaus ins Grüne zog es die Menschen immer schon, wenn die ersten warmen Sonnenstrahlen lockten. Mit Tanz und Spiel – und mit allerlei Leckereien zum Essen. Da gab es zum Beispiel die „Maibutter“: Die erste frische Frühlingsbutter wurde mit vielen frischen grünen Kräutern verrührt. Oder eine süße Milchsuppe mit Eiern und Mandeln.

Maibaum

Zu einer zünftigen Maifeier gehört ein Maibaum, vor allem in Bayern. Geschmückt ist er mit Zunftzeichen, Abbildern von Kirche und Bauernhöfen, manches Mal auch mit Würstchen, Schinken und Früchten (die sich gute Kletterer holen). Beliebter Brauch: Maibaum-Stehlen. Das Dorf muss ihn dann mit Bier freikaufen.

Maischolle

Nach dem Winter beginnt im Mai die Saison für frische Schollen.

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Maibräute

Im Wonnemonat wird besonders viel geheiratet. Wenn dazu das Pfingstfest im Mai ist, registrieren Standesämter Rekorde. Das hat Tradition: In vielen Dörfern gab es früher „Mailehen“. Dazu fand eine Verlosung oder sogar Versteigerung der jungen Mädchen statt. Die jungen Männer durften mit ihrer „Maibraut“ bei allen Festen tanzen. Häufig galt dies von Mai bis Mai. Oft wurden aus „Mailehen“ dann auch Mai-ehen.

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Maikäfer

Die Maikäfer gehören zur Familie der Blatthornkäfer, so genannt nach der Gestalt der Fühler, deren letzte Glieder blattförmig verbreiterte Lamellen aufweisen. Mit den bis zu 50.000 Geruchssensoren auf den Fühlerlamellen spüren die Männchen die paarungsbereiten Weibchen auf.

Maigott

Wahrscheinlich stand der Wachstumsgott Majus Pate, als der Monat den Namen Mai bekam. Im Mittelalter hieß er Weidemonat. Als Beiname geblieben ist der Wonnemonat. In allen Namen steckt drin, dass der Winter nun endgültig vorbei ist. So wird im Harz heute noch am Vorabend des 1. Mai die Walpurgisnacht gefeiert.

Maibowle

Wer es ganz echt machen will, sammelt den Waldmeister für die Maibowle selbst. Dabei muss man darauf achten, dass er noch nicht blüht. Man kann ihn natürlich auch kaufen. Der Waldmeister wird gewaschen, vorsichtig trocken getupft und zusammen gebunden. Außerdem braucht man trockenen Weißwein (zum Beispiel einen Mosel) und trockenen Sekt. Auf zwei Flaschen Wein kommt eine Flasche Sekt und etwa eine Handvoll Waldmeister.

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Mayflower

Die Maiblume brachte ihnen Glück: mit ihrem Segelschiff „Mayflower“ wagten sich 102 Engländer im Jahre 1626 auf die gefährliche Reise in das ferne Nordamerika. Inzwischen gelten sie als eigentliche Gründer der Vereinigten Staaten.

Über den Autor:


Hinter "Stresemann" steckt natürlich ein Pseudonym. Der Verfasser hat lange Jahre als Hörfunkjournalist gearbeitet und ein überwiegende Teil der Geschichten hier stammt aus seiner Arbeit. Mehr über den Autor erfährst Du unter dem Link "Wer ist denn dieser Stresemann" weiter unten.

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Berühmt werden will ich mit diesem Blog nicht. Ich mache nur etwas, was viele andere noch besser und wunderbarer tun als ich: Ich teile mich mit, über das, was mir auffällt, einfällt und überfällt.

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