Ganz normal

Die besten … Komiker

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Humor ist, wenn man trotzdem lacht? Beim Anblick von so manchem TV-Comedy-Künstler könnte man das dem Schriftsteller Otto Julius Bierbaum (1865 – 1910) zugeordnete Zitat durchaus in Stein meißeln wollen. Denn so richtig lustig ist das meiste nicht, was da inzwischen von früh bis spät im Fernsehen gesendet wird – gezeigt wird es trotzdem. Und gelacht wird auch. Unter anderem deshalb, weil Lachen angenehmer ist als Ärgern. Und weil man gerne lachen würde, wenn jemand einen Witz macht.

Nun könnte ich euch viele aktuelle Komiker (oder neudeutsch: Comedians) vorstellen, aber ich belasse es hier bewusst bei denen, die in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten mit viel Liebe, Ausdauer und Hartnäckigkeit ihr Publikum zum Lachen brachten. Was nun nicht heißen soll, dass hier nicht aufgeführte Comedians schlechter sind oder schlechter sein müssen. Warten wir also ab, wer von den “humorisctischen Newcomern” es schafft, langfristig zu den Besten zu gehören. Nicht ohne Grips zu haben, nicht ohne Spontanität und zugleich nicht ohne Vorbereitung und viel Arbeit. Richtig gute Comedy zu machen, ist richtig schwer.


Nr. 10 – Anke Engelke

Anke Engelke war und ist eine Vorreiterin für die Comedy-Frau. Mit ihre Reihe “Ladykracher” wagte sie sich an Themen, die davor kaum in anderen Shows zu sehen waren. “Ich interessiere mich für vieles und freue mich, dass ich so viel Unterschiedliches machen darf”. In den letzten Jahren machte sie auch als ernste Schauspielerin und Moderatorin “Grand Prix” von sich reden. Sei gilt als Wegbereiterin für weitere starke Frauen, wie Martina Hill oder Annette Frier.

Nr. 9 – Rudi Carrell

Zu Beginn der achtziger Jahre trat Rudi Carrell erst in der WDR-Sendung „Rudi kann’s nicht lassen“ auf, später wurde er mit der Comedysketch-Tagesschau-Persiflage „Rudis Tagesshow“ und der Spielshow „Die verflixte 7“ äußerst erfolgreich. Vier Jahre lang moderierte er ab 1988 abermals die „Rudi Carrell Show – Lass dich überraschen“, im Zuge derer er seinen Gästen ihre Herzenswünsche erfüllte. Mit der Entwicklung und Moderation der TV-Kuppelshow „Herzblatt“, die bis zum seinem Tod im Jahre 2006 erfolgreich lief, genoss er weiterhin einen hohen Beliebtheitsgrad.

Nr. 8 – Hape Kerkeling

Der Mann mit den vielen Gesichtern: Ob als schmieriger Lokalreporter Horst Schlämmer oder als Königin Beatrix der Niederlande: Hape Kerkeling brachte eine ganz eigene Farbe in die deutsche Komik. Der Erfinder von Hannilein und Horst Schlämmer gehört auch nach seinem Rückzug aus der Comedy-Szene zu den allerliebsten Komikern der Deutschen. Seine anhaltende Beliebtheit verdankt er auch seinen vielfältigen Begabungen als Moderator, Schauspieler und Entertainer.

Nr. 7 – Carolin Kebekus

Carolin Kebekus kann alles: Stand-up-Comedy, Moderation, Singen oder Synchronsprechen. Seit 2015 hat sie beim WDR eine eigene Sendung namens “Pussy Terror TV”, außerdem ist sie hin und wieder für die “heute-show” im Einsatz. In den letzten Jahren heimste die 35-Jährige einen Preis nach dem anderen ein.

Nr. 6 – Dieter Hallervorden

Dieter Hallervorden begann seine Karriere am Theater, überwiegend aber als Comedian. Legendär ist seine Fernsehreihe “Nonstop Nonsens” aus den 70er-Jahren, aus der auch heute noch viele Szenen gezeigt werden, wie der Sketch “Die Kuh Elsa” siehe unten). Jetzt zählt Dieter Hallervorden zählt zu den Urgesteinen der deutschen Kabarettszene. Er gründete mit Kollegen das Berliner Theater „Die Wühlmause“ und ist in den vergangenen Jahren auch mit ambitionierten Kinorollen im Gespräch geblieben, darunter als Alzheimerpatient in Til Schweigers Drama „Honig im Kopf“.

Nr. 5 – Bully Herbig

In einer Sache ist Michael “Bully” Herbig ungeschlagen – selbst Til Schweiger kann ihm da nicht das Wasser reichen. Mit der Komödie “Der Schuh des Manitu” (2001) lieferte der Komiker den bisher erfolgreichsten deutschen Kinofilm aller Zeiten. Allerdings will der Münchner bald mit Comedy Schluss machen und ernste Filme drehen. Ein gemeinsamer Thriller mit Regisseur Roland Emmerich soll in Planung sein.

Nr. 4 – Otto Waalkes – Der Götterbote machte den Friesenwitz populär

“Der lebende Ostfriesenwitz und Vater der Ottifanten: Man liebt ihn oder hasst ihn. Die meisten Deutschen scheinen ihn zu lieben.

Nr. 3 – Peter Frankenfeld – Hansdampf in allen Dialekten

„Aller Unfug ist schwer“, lautete das Lebensmotto von Peter Frankenfeld Bei ihm sah der Unfug jedoch niemals schwer aus; mit Leichtigkeit brachte Frankenfeld das Publikum zum Lachen. Dass dahinter viel Arbeit steckte, wusste keiner besser als er, konzipierte Frankenfeld seine Sendungen doch selbst und schrieb jeden Gag eigenhändig. Die legendäre Aktion Sorgenkind-Seriensendung mit dem Postleitzahlen-Quiz brachte unter Frankenfeld insgesamt 34 Millionen D-Mark zugunsten behinderter Menschen ein. Für sein humanitäres Engagement wurde er 1970 mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. Er war auch begeisterter Zauberkünstler und führte immer wieder kleine Tricks in seinen Shows vor. Seine Sketche mit bekannten Schauspielern als Partner waren geprägt von trockenem und immer geistreichem Humor.

Nr. 2 – Heinz Erhardt – Keiner dichtete so schön wie er

Als Baby habe ihn eine Fee gefragt, was er einmal werden wolle, scherzte Heinz Erhardt. Angesichts seiner nassen Windeln habe er geantwortet: “Ich will dichter werden”. Dieses Missverständnis bescherte uns Gags und Gedichte, die heute fest zum deutschen Kulturgut gehören. Auch 50 Jahre nach seinem Tod hat Heinz Erhardt einen besonderen Platz im Herzen humorvoller Deutscher. Der Anhänger von Erich Kästner und Joachim Ringelnatz trieb Fans im Nachkriegsdeutschland mit seinen Wortspielen die Lachtränen in die Augen.

Nr. 1 – Loriot – Der Meister des feinen Humors

Auf Platz eins landete Vicco von Bülow alias Loriot (†87), der große Humorist, der 2011 starb. Der allseits verehrte Grande des feinsinnigen wie durchschlagenden Humors gilt unangefochten als Nummer eins. 27,1 Prozent aller Bundesbürger votieren für Loriot alias Vicco von Bülow. Ob Kosakenzipfel, zwei Herren in der Badewanne oder das Atomkraftwerk zur Bescherung: Loriot ist und bleibt unvergessen.


Über den Autor:


Hinter "Stresemann" steckt natürlich ein Pseudonym. Der Verfasser hat lange Jahre als Hörfunkjournalist gearbeitet und ein überwiegende Teil der Geschichten hier stammt aus seiner Arbeit. Mehr über den Autor erfährst Du unter dem Link "Wer ist denn dieser Stresemann" weiter unten.

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