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Es flasht, funkt und schreibt

Vor 5 Jahren führte der Funky e.V. mit „Münster flasht“ den bundesweit größten inklusiven Flashmob auf dem Hafenplatz in Münster durch. Auch nach dieser langen Zeit zehren wir von den Erinnerungen an diese wundervolle und erfolgreiche Aktion, an der mehr als 1.300 Menschen teilnahmen und so ein Zeichen für Diversität und gleichberechtigte Teilhabe am gesellschaftlichen Leben in die Welt sendeten.

5 Jahre nach dem größten inklusiven Flashmob geht es weiter …

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Der 29. Mai 2015 war ein unglaublicher Tag, mit unglaublich funklusiver Stimmung! Viele verschiedene Menschen konnten an diesem Tag gemeinsam tanzen und zeigen, dass Inklusion mit viel Freude erlebbar gemacht werden kann. Viele andere und ich möchten, dass alle Menschen mit und ohne Einschränkungen, ganz selbstverständlich und gleichberechtigt an allen Bereichen des Lebens teilhaben können. Jeder soll von Anfang an mitbestimmen, wie sein Alltag aussieht. In den vergangenen 5 Jahren hat sich viel getan und heute sind so manche Anfangsschwiergkeiten überwunden, ja fast vergessen. aber wie fing das eigentlich damals an?

Damit jeder die Möglichkeit hatte, sich auf den Flshmob vorzubereiten, wurde auf der Facebook-Fanpage, der offiziellen „Münster flasht“ Website das Video mit der Choreographie geschaltet. Der Tanz war einfach zu erlernen, Schritte und Bewegungen wurden im Video verständlich dargestellt. Natürlich konnte jeder Interessierte auch ohne viel Übung an dem Event teilnehmen. Für die Videoproduktion war es notwendig, dass aus verschiedenen Einstellungen gedreht wurde. Daher musste der gesamte Tanz von der Menge mehrmals performt werden.

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Der Flashmob wurde vom Funky e.V. ins Leben gerufen. Der Verein stellt mit über 260 Tänzerinnen und Tänzern das bundesweit größte inklusive Tanz-Ensemble von Menschen mit und ohne Behinderung.

Im Laufe der Zeit wurde deutlich, dass diese Idee scheinbar einen Nerv getroffen hatte. Die Nachfrage an diesem Projekt wuchs stetig. So wurde aus der anfangs kleinen Tanzgruppe bald ein trägerübergreifendes Tanzprojekt. Mit Unterstützung sozialer Träger entwickelte sich das Projekt zu einer eigenständigen Säule der sozialen Szene in Münster und Umgebung. Um die mittlerweile rund 150 Tänzerinnen und Tänzer zu schulen und zu trainieren fand sich schnell ein Team aus ehrenamtlich Engagierten und Förderern, die das Training begleiten.

Eine Idee setzte sich durch

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Durch die unkonventionelle Arbeit auf gleicher Augenhöhe im Umgang mit Menschen mit und ohne Behinderung, fanden nun auch immer mehr Interessierte ohne Behinderung den Weg zu den Funky Movements. Der Weg in eine Richtung, dessen Titel damals kaum jemand bekannt war, wurde geebnet: Inklusion in Tanz und Bewegung.

Der Bekanntheitsgrad des Ensembles ist in den vergangenen fünf Jahren ständig gewachsen und somit auch die Nachfrage nach Auftritten und Showeinlagen auf verschiedensten Veranstaltungen. Waren es anfangs ca. fünf Auftritte pro Jahr, boten die Funky Movements nun bereits zahlreiche Auftritte bei Sommerfesten, Karnevalsveranstaltungen, Stadtfesten und Privatveranstaltungen.

Neben dem seit Jahren bestehenden Tanzprojekt Funky Movements, das heute landes- und bundesweit als das Vorzeigeprojekt im Bereich Inklusion und Tanz gilt, vereint der Funky e.V. weitere Projekte und Kooperationen zur Bewegungsförderung von Menschen mit und ohne Behinderung und stellt damit europaweit das größte inklusive Tanzensemble. Die Veranstaltungsorte und Auftritte der Funkies auf deren Homepage lesen sich wie das “Who is Who” in Deutschland. Heute erfuhr ich, dass alle große und kleine Künstler sobald als möglich weiter machen wollen.

Während das offizielle Training durch Corona nicht stattfand, versuchten sich viele Ensemble-Mitglieder zu Hause tänzerisch fit zu halten. Dazu haben die Trainer ein Trainingsvideo erstellt, dass auch jeden anderen Tanz begeisterten mitreißen dürfte.

Wer mehr über die Funkies und “Funky e.V.” erfahren möchte, schau mal hier.


Was bedeutet eigentlich “Inklusion”?

Um den Begriff zu definieren bzw. zu verstehen, ist es am einfachsten, ein Gesellschaftsbild zu generieren, in dem Inklusion bereits umgesetzt ist. In einer solchen Gesellschaft existiert ein selbstverständliches Bewusstsein im Kopf aller Menschen, dass Jeder mit den ihm gegebenen Fähigkeiten, Eigenschaften und Möglichkeiten an allen Dingen innerhalb des gesellschaftlichen Lebens teilhaben kann.

Der Funky e.V. entstammt der Idee, Menschen mit Behinderung den Spaß an Bewegung über das Medium „Musik und Tanz“ näher zu bringen. Bereits 2005 gründete Hanno Liesner (heute Vorstandsvorsitzender des Funky e.V.) das Tanzprojekt Funky Movements, welches auch heute noch das Vorzeigeprojekt des Vereins ist. Der Verein und insbesondere die funklusiven Tanzprojekte beweisen, dass Inklusion keine Vision, sondern machbar und erlebbar ist und für jeden Einzelnen etwas Positives beinhaltet.“


Für mich persönlich haben einige der “Funkys” noch eine weitere, große Bedeutung. Sie unterstützen mich bei der Gestaltung dieses Blogs, geben mir Anregungen, probieren, verwerfen, schimpfen und lachen und sind immer mit einer großen Freude und Liebe dabei. Ich danke euch, dass ihr da seid und das es euch gibt. Wozu diese wunderbaren Menschen fähig sind, möchte ich euch nachfolgend an einem weiteren Beispiel zeigen.

Man hört und sieht ganz vieles. Das meiste davon geht zum einen Ohr hinein und sofort zum anderen Ohr wieder hinaus. Aber manches ist auch wichtig und bleibt im Kopf – das ist dann ein Ohrenkuss.

Ohrenkuss – Das Magazin – da rein, da raus
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Ohrenkuss ist ein Magazin. Es wurde 1998 gegründet. Alle Texte im Magazin sind von Menschen mit Down-Syndrom geschrieben. 1998 dachte man noch: Menschen mit Down-Syndrom können nicht lesen und schreiben.

Ich will, dass alle wissen: Menschen mit Down-Syndrom können lesen, schreiben und rechnen.  Und dass die schlau sind!

Ohrenkuss-Autorin Anna-Lisa Plettenberg

Über den Autor:


Hinter "Stresemann" steckt natürlich ein Pseudonym. Der Verfasser hat lange Jahre als Hörfunkjournalist gearbeitet und ein überwiegende Teil der Geschichten hier stammt aus seiner Arbeit. Mehr über den Autor erfährst Du unter dem Link "Wer ist denn dieser Stresemann" weiter unten.

Über diesen Blog:

Blog-Info:

Berühmt werden will ich mit diesem Blog nicht. Ich mache nur etwas, was viele andere noch besser und wunderbarer tun als ich: Ich teile mich mit, über das, was mir auffällt, einfällt und überfällt.

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