Ganz normal

Körper.Gefühl

Ganz Normal Kunst

Maria Lassnig zählt zu den bedeutendsten Künstlerinnen aus Österreich des 20. und 21. Jahrhundert. Ihre Kunst scheint sperrig, schwer zugänglich. Doch eine Ausstellung offenbart den Humor und die Sensibilität, mit denen Maria Lassnig durchweg ihre Kunstwerke gemalt hat.

Das Thema ihrer Kunst in mehr als 50 Schaffensjahren ist ihr eigener Körper, das Bewusstsein und das Gefühl des Augenblicks. Entstanden sind sogenannte »body awareness paintings« – Körperbewusstseinsbilder, in denen die eigensinnige Künstlerin einen ganz eigenen Weg zwischen Figuration und Abstraktion gefunden hat.

»Ein Körpergefühl in plastische oder grafische Sprache zu übersetzen, ist nicht leicht, seine Ausbreitung auf bestimmte Grenzen und Formen beschränken zu wollen, ist ein Willkürakt, der seine Berechtigung nur in seiner jeweiligen Intensität, Originalität und Auswahl hat.«

Maria Lassnig

Maria Lassnig hat die Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts in Österreich maßgeblich geprägt  und doch gelang ihr der Durchbruch erst relativ spät. Grund dafür mag sein, dass die Bilder von Maria Lassnig auf den ersten Blick eher schwer zugänglich erscheinen. Nicht umsonst sagte sie selbst einmal, ihre Bilder sollten »lieber penetrant, als elegant« sein: massive Körper, riesige Körperöffnungen oder einzelne Körperteile. Erst bei näherer Beschäftigung eröffnen sich der Witz und die große Sensibilität in ihren Kunstwerken. »Körpergefühlsfarben« und »body awareness painting« sind Begriffe, die sie selbst zur Beschreibung ihrer Kunstwerke nutzte. Der rote Faden durch mehr als 50 Schaffensjahre ist die intensive Auseinandersetzung mit dem eigenen Körper, mit seinen Gefühlen und seinem Bewusstsein.

Ganz Normal Kunst

Körper.Gefühl – Maria Lassnig
aus der Sammlung Klewan

Ausstellung vom: 22.2. ‐ 7.6.2020

Museen Böttcherstraße
Paula Modersohn-Becker Museum
Ludwig Roselius Museum
Sammlung Bernhard Hoetger

Böttcherstraße 6–10, 28195 Bremen
T +49 (0)421 33882-22
F +49 (0)421 33882-33
info@museen-boettcherstrasse.de

Öffnungszeiten
dienstags bis sonntags, 11–18 Uhr
montags geschlossen

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Über den Autor:


Hinter "Stresemann" steckt natürlich ein Pseudonym. Der Verfasser hat lange Jahre als Hörfunkjournalist gearbeitet und ein überwiegende Teil der Geschichten hier stammt aus seiner Arbeit. Mehr über den Autor erfährst Du unter dem Link "Wer ist denn dieser Stresemann" weiter unten.

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