Ganz normal

Lach doch mal!

Eigentlich ist es eine krampfartige Äußerung, die nach Erstaunen oder Erschrecken Ausdruck der inneren Befreiung ist. Solches Ur-Lachen lässt sich bei Säuglingen beobachten. Zu deren schlimmsten Ungewissheiten gehört es, allein gelassen zu werden. Beim Kuckuck-Spiel wird diese Angst spielerisch verwendet: Der Erwachsene verschwindet, das Kind gerät in Panik; dann – kuckuck! – ist der Erwachsenen wieder da, und das Kind lacht vor Begeisterung.

Lachen macht Schweres leichter

Erleichterung ist denn auch die Botschaft, die jedes Lachen in Ihre Körper-Seele-Einheit schickt. Wenn nach einem peinlichen Vorfall der davon Betroffene lacht, wird die schwere Situation leicht. Angenommen, du hast den Namen einer Person vergessen, die dir begegnet. die Peinlichkeit wird geringer, wenn du selbst über dein eigenes Malheur lachen kannst. Ideal wäre es, du könntest den anderen dazu bringen, mit zu lachen. Beispielsweise wenn du sagst: “Manchmal kann ich mir meinen eigenen Namen nicht merken” Der andere lacht und die Lage ist gerettet.

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Verdoppel die Dosis!

Ein Kind lacht durchschnittlich etwa 300-mal am Tag, ein Erwachsener 15-mal. Wenn Du deine Lebensqualität deutlich steigern willst, solltest du deine tägliche Dosis auf mindestens das Doppelte steigern. Dazu sind alle Mittel erlaubt: lustige Filme ansehen, deine komischsten Bekannten anrufen, Kabarett und Komödien besuchen (live ist immer besser als Konserve), Witze hören oder lesen.

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Der eine lacht über kleine harmlose Witzchen (Didi Hallervorden), der andere braucht derben schwarzen Humor (Monty Python), wieder ein anderer lacht vielleicht erst über bösartige Scherze, in denen andere Menschen aufs Korn genommen werden (Oliver Kalkofe). Leider verurteilen Angehörige der einen Lachgruppe die Anhänger der anderen Humorrichtungen. Gestehe dir und anderen zu, dass es verschiedene Wege gibt, an diese lebenswichtige Medizin zu kommen. Meide Medien, in denen Späße getrieben werden, die nicht auf deiner Wellenlänge liegen, und suche solche, die dich erheitern. Laß dich nicht verunsichern durch immer wieder geäußerte Kritik an der “Spaßgesellschaft”. Zu jeder Zeit und in jeder Staatsform gab es das menschliche Grundbedürfnis zu lachen – und immer gab es Humorgegner.

Umgebe dich mit Lachenden

Lachen steckt an. In einem vollen Kino fällt es leichter, über einen witzigen Film zu lachen als allein zu Hause vor dem Bildschirm. Vielen Menschen fällt es schwer, zu Hause zu lachen, aber in einer fröhlichen Gruppe lassen sie sich gern anstecken. Wenn Du allein nicht auf deine 30 Lacher pro Tag kommst, ist das ein Zeichen dafür, dass du mehr Zeit mit Menschen verbringen solltest, die gerne lachen. Die Gesellschaft solcher Leute ist wirksamer als jedes Antidepressivum. Halte für den äußersten Notfall ein paar Telefonnummern solcher Menschen parat.

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Lach Yoga

Kein Witz: Der indische Arzt Mandan Kataria gründete 1995 in Bombay den ersten Lachclub. Was mit 5 Leuten begann, ist inzwischen zu einer weltweiten Bewegung angewachsen. Seine vom Yoga inspirierten Übungen beruhen auf der Tatsache, dass es keine genaue Grenze zwischen nachgemachtem und echtem Lachen gibt. Durch sogenannte Hohohaha-Übungen können sich die Teilnehmer in ein echtes Lachen “ohne Grund” steigern, das für das körperliche und geistige Wohlergehen so förderlich ist wie andere Yoga-Übungen auch.

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Lache über dich selbst

Alle beschriebenen Methoden sind nur Vorübungen für das wichtigste und gesündeste Lachen: das über sich selbst. Die befreiende Wirkung des Gelächters kann dich auf beschwingte Weise aus dem Gefängnis deiner Ich-Bezogenheit und der damit verbundenen Unannehmlichkeiten (Depression, Rückenschmerzen, Sucht, Krankheitsanfälligkeit) befreien. Martha Beck empfiehlt bei Krisen die Methode der Übertreibung: Suche einen Ort, an dem du garantiert allein bist (z.B. im Auto). Stellen dir vor, du wärst ein Komiker, der vor Publikum seine drängendsten Probleme beschreibt (vor allem die allerpeinlichsten) und bis zur äußersten Katastrophe zu Ende denkt. Erzähle all deine Schwierigkeiten so, dass sie bei deinem gedachten Publikum maximales Schenkelklopfen hervorrufen. du wirst staunen, welch wunderbar komische Seiten du deinem Leben abgewinnen kannst!

Aus: “simplify your life”

Über den Autor:


Hinter "Stresemann" steckt natürlich ein Pseudonym. Der Verfasser hat lange Jahre als Hörfunkjournalist gearbeitet und ein überwiegende Teil der Geschichten hier stammt aus seiner Arbeit. Mehr über den Autor erfährst Du unter dem Link "Wer ist denn dieser Stresemann" weiter unten.

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Berühmt werden will ich mit diesem Blog nicht. Ich mache nur etwas, was viele andere noch besser und wunderbarer tun als ich: Ich teile mich mit, über das, was mir auffällt, einfällt und überfällt.

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