Ganz normal
Ganz Normal Februar

Meine “12 von 12 im Februar” 2020

Dem 12. eines Monats widme ich schon seit einiger Zeit der Beschreibung meines Tagesablaufes in 12 Bildern. Eine Idee, die Monat für Monat von Caro in ihrem Blog „Draußen nur Kännchen“ aufgegriffen wird. Heute ist nun wieder der 12, ein Mittwoch. Für mich war das ein aufregender Tag. Ich habe wieder viel Neues erfahren, viel gelernt, bin jetzt erschöpft zu Hause und schreibe euch auf, was heute alles passiert ist. Lest und schaut selbst:

01

Der Tag beginnt mit einem kleinen Frühstück. Wie ich euch ja schon in der letzten Woche beichtete, habe ich meine Ernährung ein wenig umgestellt. Ich merke: Es tut mir gut und ich fühle mich schon entscheidend wohler. So denke ich, lässt sich der kommende Tag gut schaffen.

02

Hmm, heute bin ich nun den ganzen Tag in der Redaktion und könnte – wie schon so oft in der Vergangenheit – dann im Verlaufe des Tages viele Bilder aus der Redaktion zeigen. Was heraus kommen wird, sind Bilder von Tischen oder Stühlen oder Räumen (Ok, hier ist der Praktikant mit drauf). Ich kann und darf nicht einfach Personen abbilden. Na, ihr kennt das ja aus früheren Folgen von „12 von 12“. Stattdessen zeige ich euch einmal Bilder zu den Themen-Anregungen, die es heute in der Redaktion gegeben hat und erzähle euch, was denn hier so los war..

03

Ich bin in der Redaktion mit einer der ältesten Redakteure. Daher vielleicht auch ein wenig ruhiger, als die vielen neuen Kollegen und Kolleginnen, die voller Eifer in den Tag starten. So drängeln sich morgens in unserer Tee-Küche die jungen Damen, um sich Tee, Smoothie oder Obstsalat zu erstellen, und jede so ihr Rezept hat, was denn gesund sein soll. Bei einigen Kreationen bin ich mir nicht so ganz sicher: Sind die jetzt zum Verzehr oder zur Auftragung auf die Haut vorgesehen?

04

Wie jeden Tag, so gibt es auch heute eine Redaktionskonferenz. Was mich fasziniert ist: Es gibt immer weniger Papier. Alles geschieht per Tablet, Handy oder kleinem PC. Früher hinterließen wir nach der Besprechung Berge von Notiz-Zetteln, heute sind das nur noch Bonbonpapier und Bananenschalen. Der Praktikant hat heute Geburtstag, was die Anzahl an Bonbonpapier gewaltig ansteigen lassen wird. Allerdings ist es heute nicht mehr ganz so einfach, jedem Geschmack gerecht zu werden. Laktose-frei, ohne Zucker, vegan – ich habe den Praktikanten bedauert, als er mit einem riesigen Karton voller “Süßigkeiten” ankam.

05

In der Kaffeepause sprechen wir über die alten Kinder- bzw. Zeichentrick-Serien, die heute kaum noch jemand kennt. Beispielsweise „Willow, das Waldlicht“, in der ein grantiger Fernseher seine miese Laune versprühte. Wenn ich so höre und lese, wie heute geschimpft wird, ist diese alte Trickserie schon wieder so was von zeitgemäß, oder?

06

Redaktionskonferenz, wie jeden Tag um 10:00 Uhr: Einige Vorschläge will, darf und möchte ich euch nicht vorenthalten: So behauptet das Institut für Demoskopie Allensbach, dass nur eine Minderheit der 30- bis 59-jährigen glaubt, ihren Lebensstandard im Alter halten zu können. Die Kollegin möchte herausfinden, wie diffus die Vorstellungen der meisten sind. Ein Thema interessiert mich selbst sehr: Der tägliche Wahnsinn der E-Scooter. Städte und Gemeinden wollen jetzt vermehrt dagegen vorgehen. Trotz Verbots sind viele Nutzer auf Gehwegen unterwegs, wahllos abgestellte Roller werden zu Stolperfallen. Es gibt verschiedenste Vorschläge, diesen Zuständen zu begegnen. Ich bin gespannt, was der Kollege dazu heraus bekommt.

07

Ein Thema ist in unseren täglichen Redaktionskonferenzen kaum wegzudenken: Auch heute geht es um das Klima: Es bleiben noch etwa 10 Jahre, um irreversible Veränderungen in unseren Ökosystemen zu verhindern. Diese Prognose besteht seit bald 50 Jahren. Wie kann es sein, dass 40 Jahre so wenig passiert? Ein Kollege stellt die Frage: Warum ist es so schwer, der Zukunft einen Platz am Verhandlungstisch zu geben – und wie kann zeit-gerechte Klimapolitik funktionieren? Wenn es interessiert: Darauf hatte Prof. Dr. Maja Göpel Politökonomin, Expertin für Klimapolitik und Generalsekretärin Wissenschaftlicher Beirat der Bundesregierung für Globale Umweltveränderungen in unserem Kommunikations-Kongress schon einmal Stellung genommen.

08

Nachdem der Kollege auf das Thema Klima und den Kongress hinwies, fiel mir ein, dass dort Philipp Morris behauptete, dass die Welt so schnell es geht rauchfrei werden soll. Ja, richtig gelesen. Der größte Tabakkonzern des Planeten will der Menschheit das Rauchen abgewöhnen. Wie das funktionieren soll, wäre sicherlich interessant zu erfahren. Das gibt Anlass zu Diskussionen und wirft Fragen auf. Die geb ich mal in die Redaktions-Runde und freue mich über Antworten für einen interessanten Beitrag.

09

Beim Mittagessen ziehe ich einen Salat vor, wundere mich über eine Kollegin, die sonst immer Salat isst. Heute liegt ein Riesen-Sandwich vor ihr. Ursache ist ihre mehrtägige Reise mit einem Bundestagsabgeordneten in Mecklenburg-Vorpommern. Ein schönes Bundesland und ideal für Veganer. „Alle kennen „vegan“, entweder verstehen sie es nicht oder keiner macht was oder die Auswahl ist äußerst dürftig“, meint sie mit Blick auf ihr Sandwich. So habe sie denn einige Tage nur Feldsalat gegessen. Ich fand, da hat sie noch echtes Glück gehabt. Ihre Kollegin Rahel Klein war mit Politikern aus Norddeutschland unterwegs. Die bekam „saure Würmchen“ als Bordverpflegung. Ihren Bericht könnt ihr übrigens am 23. Februar hier sehen

10

Wusste ich es doch: Die Deutschen sind nach wie vor die Besten. Jedenfalls wenn es um das Synchronisieren von Filmen geht. Bei der Synchronisation ausländischer Filme durch deutsche Schauspieler gehen die mehr mit Gefühl ran, als wenn das amerikanische Schauspieler bei ausländischen Filmen tun. Ein gutes Beispiel ist die Synchronisation einer Folge von „Lamas mit Hut“ (oben in Deutsch, unten im Original). Ihr werdet vom Ruf „K A R L“ heute nacht noch träumen, gell!

11

Alle Jahre wieder. Also auch heute wieder. Wer berichtet über welche Veranstaltung und wo ist dieses Mal ganz etwas Besonderes? Ich meine die „Fastnacht“, den „Karneval“, die „Fassenacht“. Die fünfte Jahreszeit. Ein Thema das polarisiert. Die einen lieben sie, die anderen hassen sie. Dieses Jahr konnte ich mich drücken. Im letztem Jahr durfte ich einen ganzen Tag lang in einem kleinen westfälischen Dorf über dessen örtliche Karnevalsereignisse – teilweise – live berichten. Ich saß da: Musste nüchtern beobachten wie aus normalen Menschen derart arme Gestalten werden. „Juuhuhu!“-schreiende Narren eben. Alle gleich. Alle auf einer Wellenlänge; und auf einem Trip. Betrunken waren sie trotzdem irgendwie. Nein, ich bin kein Freund von Karneval und auch nicht von Weihnachtsmärkten. Daher ist für mich der 26. Februar ein Feiertag. Da sehe ich weder Narr noch Weihnachtselch. Und das bis zum 11. November!

12

Feierabend, jetzt noch eine schöne vegane Pizza. Dann lese ich noch, was andere an diesem 12. Februar 2020 so erlebt haben. Dazu verlinke ich meinen Beitrag noch rüber zu Caros Blog „Draußen nur Kännchen“. Caro betreut das Projekt und sammelt allmonatlich als Linkliste die Meldungen anderer Blogger/Innen. Wer sich auch einmal in anderen #12von12 Tagesabläufen umgucken möchte…  die gemeldeten Blogeinträge des 12. Februar 2020 werden hier gesammelt. Abermals Danke Caro für Deine große Mühe.

Über den Autor:


Hinter "Stresemann" steckt natürlich ein Pseudonym. Der Verfasser hat lange Jahre als Hörfunkjournalist gearbeitet und ein überwiegende Teil der Geschichten hier stammt aus seiner Arbeit. Mehr über den Autor erfährst Du unter dem Link "Wer ist denn dieser Stresemann" weiter unten.

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