Meine “12 von 12” im Februar 2019

Heute ist wieder der Tag, an dem Caro in ihrem Blog „Draußen nur Kännchen“ dazu aufruft, den Ablauf in 12 Bildern vorzustellen. In diesem Monat gestaltet sich das ein wenig schwierig, denn ich bin den ganzen Tag über durch eine Hochschule gelaufen. Wie es dazu kam, zeige ich euch in den nachfolgenden 12 Bildern des heutigen Tages:

01. Seit dem letzten Wochenende schaue ich mir außer der Stadt Bremen ganz besonders die Hochschule für Künste näher an. Hier finden einmal im Jahr im Speicher XI der Überssestadt die Hochschultage statt. Die Studenten sind in vielen Welten zu Hause: In der Kunst und im Design, in den digitalen Medien und in der Musik. Die 12 Bilder reichen nicht aus, um euch meine Eindrücke zu vermitteln. Ich habe heute und in den letzten Tagen über 400 Fotos gemacht, konnte in der kurzen Zeit nur einige wenige heraussuchen. Mehr gibt es sicher noch zu einem späteren Zeitpunkt.

02. Nach dem “offiziellen” Ausstellungstagen am vergangenen Wochenende ist es in den einzelnen Ateliers ruhig geworden. Teilweise beginnt bereits das Abbauen und Aufräumen. Ich schaue mir heute noch einmal die “Kunstwerke” an, die ich persönlich für gut gelungen halte. Es ist für mich interessant, wie die Studierenden unsere Gegenwart verstehen und mit Ideen ihre eigene Zukunft und die Gesellschaft insgesamt gestalten wollen.

03. In den verschiedensten Denk- und Handlungsweisen des Designs entwickeln Studierende unter anderem Gebrauchsgegenstände, Wohnobjekte, Kommunikationsmedien oder – so wie hier – Bekleidung. Hier fragt der Künstler: “Wo ist das Hemd?”

04. In den vergangenen Jahren zeigte sich bei Neuschöpfungen der Trend zu haut freundlichen Textilien mit umweltverträglichen Farbstoffen. An der Hochschule wird gezeigt, welche Materialien zu Verfügung stehen. Insgesamt geht die gestalterische Auseinandersetzung der Mode über reine Kollektionsentwicklung hinaus in die Bereiche Fotografie, bewegtes Bild, Printmedien, Raum, Sound und Performance, Bühne und Kostüm.

05. Ich kann hier nicht mithalten: Die “Papier-Skulpturen” entstanden alle jeweils aus nur einem Blatt Papier. Die Aufgabe bestand darin, den Papierbogen ohne Kleber künstlerisch zu biegen, zu strecken und darin eine Balance zu erzeugen. Heraus kamen viele kleine “große” Kunstwerke.

06. An einer Hochschule für Kunst finden sich überall Ideen von Studierenden und Lehrenden. Hier hat ein Student seine Ansicht an die Wand gemalt. Einige Meter weiter hat ein Lehrender an ähnlicher Stelle darauf geantwortet: „Wer ein Problem in Worte zu fassen weiß, hat es schon halb gelöst.“

07. Wovon der Besucher nichts unbedingt ahnt, ist die Vielzahl der an der Hochschule für Künste in Bremen angebotenen Studiengänge. Allein die “Freie Kunst” beinhaltet die Malerei (siehe oben), die Bildhauerei und die Fotografie. Dieser Studiengang gehört damit zum Fachbereich “Kunst & Design”, zu dem auch “integriertes Design” und die “digitalen Medien” gehören.

08. Zu den Aufgaben der Studierenden des Erstsemesters gehört es, innerhalb von 8 Tagen einen Stuhl aus Holz herzustellen. Mit Hilfe eines Konstruktionsprogrammes lernen sie ihre Hocker zu entwerfen. Mittels einer technischen Zeichnung und guter Planung können dann die Hocker in der hochschuleigenen Werkstatt entstehen. Neben Kriterien wie Materialität und ästhetische Qualität, gilt es auch den Aspekt der Mehrfachverwendbarkeit zu bedenken.

09. Manchmal ist “Kunst” einfach “Kunst” und nichts anderes. Das war ja schon bei Beuys so. Hier ist zum Beispiel ein Ölfleck Kunst. Und die Jacken auf dem Geländer gehören dazu. Das Werk soll – so die studierenden Künstler – den Betrachter zu eigenen künstlerischen Gedanken anregen.. So hat der Mensch eine Möglichkeit, sich immer wieder den für ihn neuen Problemen zu nähern. Künstlerische Arbeiten können hierbei einen wichtigen Brückenschlag bilden.

10. Ich muss zugeben, nicht alles was ich hier sehe, verstehe ich auch. Im obigen Bild sind Werke aus dem “integrierten Design” zu sehen. Sie sollen ausdrücken, dass Gegenstände des Alltags auch in einem anderen Bezug stehen können. Aha!? Dazu fällt mir ein, dass mein Nachbar noch unsere Wasserwaage hat.

11. Im Verlauf ihres Studiums setzen sich die Studierenden auch mit gesellschaftsrelvanten, politischen, und interkulturellen Themen auseinander, die fotografisch und typografisch dargestellt werden. Das hier abgebildete Werk trägt den Titel “Paradox City”.

12. Die Zeit hat nicht gereicht, all die vielen Kunstwerke genauer zu betrachten. Es wird Zeit für die Rückfahrt nach Hause. Wer – wie ich – noch mehr Ideen und Entwürfe Bremer Kunststudenten sehen möchte, der schaue mal (Achtung, dies ist keine Werbung, da nicht kommerziell) bei der interdisziplinären Internetplattform der Hochschule für Künste vorbei. Ich sage “Tschüß” für heute und euch allen wünsche ich noch einen schönen Abend.

Nun bin ich gespannt, was andere an diesem 12. Februar 2019 so erlebt haben. Dazu verlinke ich meinen Beitrag noch rüber zu Caros Blog „Draußen nur Kännchen“. Caro betreut das Projekt und sammelt allmonatlich als Linkliste die Meldungen anderer Blogger/Innen. Wer sich auch einmal in anderen #12von12 Tagesabläufen umgucken möchte…  die gemeldeten Blogeinträge des 12. Februar 2019 werden hier gesammelt. Abermals Danke Caro für Deine große Mühe.


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