Meine „12 von 12“ im September 2018

Erst einmal vielen Dank für die vielen Reaktionen auf meinen ersten Versuch, den Ablauf eines Tages in 12 Bildern darzustellen. Zugegeben, natürlich habe ich auch bei anderen Bloggerinnen und Bloggern nachgesehen, was denn da so los ist. Fazit: Mit dem Handy fotografieren kann ich nicht so gut und meine Tage sind nicht so aufregend, so wie beispielsweise der heutige. Aber schaut selbst. Hier ist mein Tagesablauf vom 12. September 2018 in 12 Bildern.

01. Morgens um sieben ist die Welt noch in Ordnung. Wir machen uns auf von Münster nach Bremen. Heute steht der Besuch bei unserem Sohn auf dem Programm, der in Bremen studieren möchte. Wir bleiben relativ gelassen. Unser Sohn wird es wohl nicht sein, denn außer Uni schauen wir uns ja auch noch die Studentenbude an, die er sich ausgesucht hat.
02. Das Universitätsgelände in Bremen wirkt um 10 Uhr noch reichlich verlassen. Schlafen Studenten tatsächlich immer noch so lange? Da werden die eigenen Erinnerungen wach. Na ja, in meiner Studentenzeit war ich oft erst morgens um 6 Uhr zu Hause.
03. Wir haben einen Termin im Bafög-Amt der Universität Bremen. Wo es um 10 Uhr noch relativ ruhig ist, wird es um 12 Uhr nur so wimmeln. Natürlich kann unser Sohn das alleine, aber wenn wir schon mal da sind. Manchmal sind Eltern auch peinlich.
04. Formulare und nichts als Formulare. Wenn das mit dem Bafög alles stimmen soll, müssen bald mehr Formulare ausgefüllt werden, als bei einer Steuererklärung. Auch wenn wir eine lange Zugreise hinter uns haben, scheinen wir doch noch ein wenig fitter, als „das Kind“. Mit Formularen hat er es aber auch nicht so.
05. Erst gegen Mittag sind wir zurück in der Bremer Innenstadt. Für viele Besucher Bremens beginnt die Altstadt bei der berühmten Schweinegruppe am Anfang der Fußgängerzone Sögestraße. Von hier aus gehen die Einkaufsstraßen Wall, Schüsselkorb und Knochenhauerstraße ab, die eine exquisite Mischung aus Boutiquen, Modehäusern und Gastronomie bieten. Dafür haben wir aber keine Zeit. Denn nun schauen wir uns mal an, wo denn unser Sohn studieren wird.
06. Ich habe mir sagen lassen, dass die Häuser in Bremen meist hohe Decken und Holzfussböden haben. Dazu kommt – und das ist für mich als Westfale doch ein wenig ungewöhnlich – ein Souterrain. Es wird heute auf vielerlei Art genutzt, z. B. als Keller, Wohnung, Geschäft und oft auch als Garage. Nein, das ist nicht die WG, ich finde das mit den Souterrains nur spannend. Wenn ich nur wüsste warum unser Sohn zunehmend etwas nervös wirkt?
07. Nächster Programmpunkt: Besichtigung des Studienortes. Vorbei an kuriosen Ecken geht es zur Hochschule für Künste Bremen. Sie ist eine staatliche Kunst- und Musikhochschule. Die älteste Vorläufer-Institution wurde 1873 gegründet. Der Fachbereich Kunst und Design befindet sich im Speicher XI in der Bremer Überseestadt. Danach besuchen wir eine Kunst-Ausstellung im alten Güterbahnhof, den die Kunsthochschule auch nutzt. Es ist moderne Kunst und ich benötigte das Fachwissen meines Sohnes, um das zu verstehen.
08. Leider bin ich nicht der beste Fotograf. Dabei gibt es hier so viele kleine und große Motive, bei denen es sich lohnt. Ich könnte an dieser Stelle so viele Bilder mit tollen Häusern und Dingen zeigen, aber es soll ja bei 12 Bildern bleiben. Hier ist ein Gymnasium, dass wohl um die Jahrhundertwende gebaut wurde. Ich muss dabei an den Film „Feuerzangenbowle“ denken, in dem es auch so ein Schulgebäude gab.
09. Schliesslich geht es vorbei an vielen schönen Ecken zur Besichtigung der Studentenbude. Die zeige ich aus Respekt vor der Männer-WG besser nicht. Es ist für mich immer wieder ein Rätsel, wie der Junge in solch einer Ordnung leben kann. Seine Mitbewohner sind nicht besser. Ok, der Weg zur Uni ist nicht weit, wir fragen nach den nächsten Einkaufsmöglichkeiten, den Kosten, dem Umfeld.
10. Überstanden! Elternbesuch geschafft! Unser Sohn atmet auf und lädt uns noch zu einem Eisbecher ein. Er wirkt jetzt ziemlich ausgeglichen und entspannt. Auch nachdem er Verhaltensmaßregeln über warme Kleidung, vernünftiges Essen und geregelten Schlaf bekommen hat

 

11. Gegen 20 Uhr geht es zum Bremer Bahnhof, wo wir auf unseren Zug zurück nach Münster warten. Dann dieser „Pass auf dich auf, Junge und tu Dir auch mal Ruhe an“-Abschied. Das war gut gemeint, wird aber für den Abend wohl nix. Der Sohn bricht unmittelbar danach zu einer Studentenfeier auf. Wir dagegen verbringen die Zeit erst einmal mit Warten auf den Zug im Bahnhof. Das von 1885 bis 1889 errichtete Gebäude am Bremer Bahnhofsplatz entwarf der Architekt Hubert Stier im Stil der Neorenaissance.

 

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12. Münster hat uns wieder. Jetzt schnell das Fahrrad suchen und nach Hause. Dann noch einmal alles Revue passieren lassen und den Tag beschliessen.

Das waren meine 12 Bilder vom 12-ten September 2018. Ich finde die Idee einfach toll, aber es fällt mir noch ein wenig schwer, den ganzen Tag lang das Handy dabei zu haben, um schöne Tagesmomente einzufangen. Andererseits ist es eine echte Herausforderung, die ich gern annehme. Nun bin ich gespannt, was andere am 12. September so erlebt haben. Dazu verlinke ich meinen Beitrag noch rüber zu Caros Blog „Draußen nur Kännchen“. Caro betreut das Projekt schon seit einigen Jahren (ich werde aber noch weiter in ihrem Blog wühlen, um herauszufinden seit wann) und sammelt allmonatlich als Linkliste die Meldungen anderer Blogger/Innen.

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