Stresemanns Ganz normal

Up & down – Wir sind hier

Drei Jahre sind jetzt vergangen. Drei Jahre wirken wir im Team in diesem Blog. Wir suchen nach Ideen für neue Beiträge, greifen Vorschläge und Anregungen auf und setzen sie mal mehr und mal weniger erfolgreich um.

Gemeinsam im Team für diesen Blog zu arbeiten ist einfacher, wenn auch anstrengender für alle Beteiligten. Oft fangen wir immer wieder von vorne an: Wie war das? Wie funktioniert das?

Zeit ist bei uns relativ

So manches Mal vergehen Stunden für ein Thema, das nach der Umsetzung in einem Beitrag so einfach erscheint. Was wir haben, ist die Begeisterung für Geschichten, Themen oder Bilder. Was wir nicht immer haben, ist die Geduld mit den Dingen, die an der Umsetzung hängen, umzugehen. Was das Team auszeichnet, ist die Liebe füreinander da zu sein.

Wir sind wie andere, aber doch nicht gleich.

Den Druck eines „Redaktionsplanes“ mögen wir nicht. Wenn es nach uns ginge, würde es nicht so viele Beiträge in diesem Blog geben. Nur wenige! Aber die ganz besonders. So ist es nur gut, dass auch Zeitgenossen mit uns zusammenarbeiten, die ein Chromosomen weniger haben als wir. Ihr bezeichnet diese Zeitgenossen als „normale“ Menschen. Wir fragen uns aber immer, was und wer ist eigentlich „normal“?

Mit den Zeitgenossen tauschen wir uns aus, stellen uns gegenseitig Fragen und erarbeiten letztendlich mehr, als wir uns vorgenommen hatten. Dabei arbeiten wir ruhig und mit Bedacht zusammen, fast leise mit einem „Wie geht das?“ oder einem „Das ist aber schön!“. Es ist dieses besondere Miteinander an einer gemeinsamen Arbeit, das uns zusammenhält.

Eine Arbeit im Verborgenen

Mit was wir uns – außer diesem Blog – sonst noch beschäftigen, wollen wir euch in dieser kleinen neuen Reihe vorstellen. Wir haben sie „up & down“ genannt, weil diese beiden Wörter eine vielfache Bedeutung für uns haben. Nun, der Titel ist nicht neu: Zahlreiche Lieder heißen so, von Billy More, Marnik bis zu den Vengaboys. Übersetzt heißt „up & down“ ‚auf und ab‘ oder ‚auf- und absteigend‘.

Wir messen dem Titel unserer kleinen Reihe eine andere Bedeutung zu. So etwa wie „up“, also ‚ganz oben‘, sowie bei „down“ natürlich der kleine Hinweis auf unser „Down-Syndrom“. Insgesamt meinen wir damit: „Wir sind hier!“

In unserer kleinen Reihe „up & down“ geht es denn auch um uns, um Menschen mit „Down-Syndrom“, um das, was uns bewegt und euch vielleicht interessieren könnte. Wir selbst stellen uns bereits schon ein klein wenig unter „Das Team dieses Blogs“ vor und zu einem späteren Zeitpunkt in dieser (unserer) neuen Reihe noch ein wenig mehr.

Ein Prozent besser

Heute beginnen wir erst einmal mit „einem von uns“, einem Triathleten: Als erster Mensch mit Down-Syndrom hat Chris Nikic gerade die berüchtigte Ironman-Triathlon Weltmeisterschaft in Hawaii geschafft – obwohl er mit 15 noch nicht einmal Radfahren konnte. In gut 16 Stunden schwamm Nikic 3,86 Kilometer, fuhr 180 Kilometer Meilen Rad und lief dann noch einen Marathon über 42,2 Kilometer.

Warum das für ihn eine beachtlichere Leistung ist als für Menschen ohne Down-Syndrom, erklärte er uns, als wie die beiden vor einiger Zeit interviewten:

Chris muss wahrscheinlich fünf oder zehn Mal härter trainieren als andere, um die Muskelkraft zu entwickeln, die er braucht, um so ein Rennen zu schaffen. Die zweite Herausforderung ist das Gleichgewicht. Er hat erst mit 15 Radfahren gelernt.

Vor allem aber erklärte mir Chris Nikic seine Philosophie, die viele Nachahmer gefunden hat: Chris, du trägst ein leuchtend oranges T-Shirt mit einem großen »1% better« vorn drauf. Was genau ist damit gemeint?

Chris Nikic: Es geht darum, jeden Tag ein Prozent besser zu werden. Ich habe vor einem Jahr mit einem Liegestütz, einem Situp und einer Kniebeuge am Tag angefangen. Jetzt mache ich jeden Tag 200 Liegestützen, 200 Situps und 200 Kniebeugen. Bis zum nächsten Jahr schaffe ich jeden Tag 500 Liegestützen, Situps und Kniebeugen. Das macht auch einen knackigen Hintern und darauf stehen die Ladies.

Auch das hat funktioniert: Nach dem Rennen schenkte er seiner Freundin einen Ring.

In der nächsten Folge:
Im Rampenlicht

Darf eine Göttin behindert sein? Irgendwas mt Bussen

Willkommen

Hier findet ihr Geschichten aus dem Alltag. Eben menschlich und ganz normal. Berühmt werden wollen wir mit diesem Blog nicht, sondern euch darüber informieren, was uns ein-, auf- oder überfällt.

Dieser Blog ist ein kleines Experiment, nicht nur dann, wenn er funktioniert, sondern auch dann, wenn er gelesen wird. Wir sagen „Danke“ dafür.

Mehr über den Blog und über uns unter: „Das Team dieses Blogs“

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