Stresemanns Ganz normal

Von der Lochkarte zur Cloud

Von der Lochkarte zur Cloud

Die Geschichte digitaler Speichermedien

Eine wunderbare Online-Ausstellung, die ihr – coronabedingt auch ohne einen direkten Besuch – im Internet besuchen könnt. Die Ausstellung ist eine Kooperation der TU Darmstadt/ Fachgebiet Technikgeschichte und der Museumsstiftung für Post und Telekommunikation

Die Entwicklung des Computers erforderte es, Informationen zu speichern. Ging es in den 1950-ern um wenige Kilobyte, vervielfachten sich Speicherbedarf und -kapazität rasch, die Datenträger schrumpften im Gegenzug. Mit der Digitalisierung wurden mehr und mehr Arten von Medieninhalten digital gespeichert: Bilder, Texte, Video und Ton.

Inzwischen steigt die weltweite Datenmenge rasant: Das jährliche Datenaufkommen für 2025 wird auf 175 Mrd. Terabyte geschätzt. Gemeinsam mit Studierenden des Instituts für Geschichte der TU Darmstadt hat die Museumsstiftung für Post und Telekommunikation die Online-Ausstellung „Von der Lochkarte zur Cloud“ entwickelt:

20 Objekte und Archivalien behandeln die Geschichte der digitalen Speichermedien und ihre Nutzung. Das Seminar an der TU Darmstadt war Teil des hessenweiten Projektes „DigiLL – Digital gestütztes Lernen und Lehren“ und soll den Studierenden einen Einblick in den musealen Berufsalltag ermöglichen. Alle Objekte und Archivalien, zu denen Texte von den Studierenden verfasst wurden, stammen aus der Sammlung der Museumsstiftung.

Wagen zur Aufbewahrung von Lochkarten – Warenzeichen: Dataorg – um 1970 – © Museumsstiftung Post und Telekommunikation

Viele digitale Speicher haben ihren Ursprung in anderen Kontexten: Lochkarten und -streifen dienten bereits im 18. Jahrhundert zur Steuerung von Maschinen. Magnetbänder, Kassetten, CDs und DVDs wurden zuvor für die analoge Tonaufzeichnung genutzt. Disketten, Festplatten oder USB-Sticks dagegen sind Neuentwicklungen zur Speicherung digitaler Informationen. Mittlerweile ist auf Server ausgelagerter Speicherplatz auf dem Vormarsch – mehr als ein Drittel aller Deutschen nutzt heute Cloudspeicher. Die Lochkarte – Speichermedium der frühen Programmierung.

Zunächst diente die Lochkarte Mitte des 18. Jahrhunderts der Automatisierung maschineller Abläufe, zum Beispiel im Jacquardwebstuhl. Bei der US-amerikanischen Volkszählung 1890 nutzte der Ingenieur Herman Hollerith Lochkarten, um Einwohnerdaten zu speichern und auszuzählen. Da die Speicherkapazität einer einzelnen Lochkarte nur 80 Byte betrug, waren für die Datenspeicherung und Programmierung sehr viele, zum Teil manuell gestanzte Karten nötig. Große Rechenanlagen verarbeiteten Lochkarten stapelweise.

Datasettenlaufwerk Datasettenlaufwerk “C2N” – Hersteller: Commodore GmbH 1983 – Entstehungsort: Taiwan – © Museumsstiftung Post und Telekommunikation

Heute ist die Technik noch vereinzelt in Gebrauch, zum Beispiel in Stechuhren oder Parkautomaten. Das Magnetband – von der Tonaufnahme zur Datenverarbeitung Das Magnetband war das erste Speichermedium, das für viele unterschiedliche Zwecke genutzt wurde. Über Jahrzehnte war es der Standard für Medieninhalte wie Audio- und Filmaufnahmen. Ein Magnetband ist ein Kunststoffband mit einer Schicht aus magnetisierten Pigmenten. Es hat eine hohe Lebensdauer (mind. 30 Jahre). Ursprünglich für die Tonaufnahme entwickelt, diente die Technik 1951 erstmals bei der UNIVAC I der Datenspeicherung. Das Datenlöschgerät – Speicher und Datenschutz Die Einführung des Bundesdatenschutzgesetzes 1978 machte eine zuverlässige Vernichtung personenbezogener Daten erforderlich. Das Robby-Bit ist ein Datenlöschgerät, das mithilfe eines Elektromagneten in drei Sekunden die Daten von Magnetbändern löscht.

Diskettenlaufwerk Lochkarte um 1990 – © Museumsstiftung Post und Telekommunikation

Von der Lochkarte zur Cloud

Online-Ausstellungdes Museums für Kommunikation Frankfurt, Schaumainkai 53, 60596 Frankfurt am Main

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