Warum ich Weihnachten hasse!

Weihnachten hört auf lustig zu sein, wenn man seinen ersten Anzug geschenkt bekommt. Klamotten zu Weihnachten sind deprimierend. Wenn sie zu groß sind, muss man sie umtauschen. Wenn sie zu klein sind, muss man abnehmen und ist schon sauer. Wenn sie passen, haben sie meistens die falsche Farbe.

Ich hasse auch Weihnachtskarten. Die Hälfte der Leute, denen man eine schickt, haben vergessen, mir auch eine zu schreiben. Die Leute dagegen, die man vergisst, schicken mir eine Weihnachtskarte. Diese Fehlkorrespondenz verursacht dann immer einen langen Schreibwechsel darüber, weshalb man das ganze Jahr nicht geschrieben hat.

Weihnachten schneit es allen Voraussagen zum Trotz nie. Ich hasse den Anblick von Kindern, die versuchen, Räder an ihre Schlitten zu befestigen.

Ich kaufe auch immer den falschen Weihnachtsbaum. Der Baum, von dem ich denke, er hat die richtige Höhe passt dann nur hingelegt, aber nicht hingestellt in das Wohnzimmer.

Zehn Tage vor dem Fest beginnt meine Familie mit intensiven Weihnachtsvorbereitungen. Mir obliegt stets die Aufgabe, den Weihnachtsbraten zu besorgen. Wie jedes Jahr gibt es Ente und wie jedes Jahr darüber erheblichen Ärger. Entweder hat das Biest seine zehntausend Flugstunden hinter sich und sich dadurch einen gestählten Astralleib angelegt oder es hat bei er Futterabgabe nicht aufgepasst und besteht nur aus Knochen.

Und dann ärgere ich mich garantiert auch am nächsten Heiligen Abend bei der Bescherung über die Gesichter meiner Kinder, die jedes Mal ein anderes Geschenk erwartet haben.

Den zweiten Weihnachtstag hasse ich ganz besonders. Jedes Mal darf ich den Berg Geschirr abtrocknen, der nicht mehr in den Geschirrspüler passte. Und dann geht garantiert etwas dabei zu Bruch.

Ich hasse Weihnachten.

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