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Was ein Auto vor 70 Jahren kostete

Worüber regen wir uns eigentlich so auf, wenn es heutzutage um die Kosten für unser geliebtes Auto geht. Vor 70 Jahren hatten die ersten Autobesitzer ganz andere Probleme. So ein Untersatz auf vier Rädern kostete schon mal ein ganzes Jahresgehalt und mehr.

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Ein Auto zu fahren, galt als Zeichen des sozialen Aufstiegs: Man hatte es im Wirtschaftswunderland zu etwas gebracht. Dass die Anschaffung ganze Jahresgehälter und zahlreiche Entbehrungen erforderte, versuchte man zu verdrängen. Angesichts des relativ hohen Preises – gemessen am Einkommen der frühen 1950er Jahre – konnten sich die wenigsten bundesdeutschen Haushalte einen VW leisten. Deshalb versuchten einige Autohersteller, preiswertere Autos anzubieten. Recht großen Erfolg hatte der von 1950 bis 1952 gebaute Lloyd 300 und der von 1953 bis 1957 gebaute Lloyd 400, die im günstigsten Fall jeweils rund 3.350 DM kosteten. Das genaue Gegenteil war der Mercedes 300 SL, der Ende der 50er-Jahre zu einem Einstiegspreis von 29.000 DM angeboten wurde.

Bei der Wahl eines Wagens spielten besonders die Nebenkosten eine Rolle. So war damals die Höhe der Haftpflichtversicherung für Kraftfahrzeuge in PS-Klassen eingeteilt. Durch die Einführung einer Rückvergütung im Falle der Nichtinanspruchnahme der Versicherung reduzierten sich die Kosten: Die billigste Autoversicherung gab es für ein Goggomobil T 250 (Anschaffungspreis 1950 ca. 3.097 DM). Für dieses Fahrzeug verringerte sich die Jahresprämie der Haftpflichtversicherung von 167 DM im Jahr 1950 auf 131 DM am Ende des Jahrzehnts.

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Rund die Hälfte der Betriebskosten eines Autos entfiel in den frühen 1950er Jahren auf die Ausgaben für Kraftstoff und Öl. Die Preise für Kraftstoff blieben zwischen 1950 und 1970 erstaunlich konstant. Der Liter Normalbenzin kostete 1950 wie 1970 mit durchschnittlich 0,56 DM denselben Betrag. Gemessen an den Einkommen war ein Liter Normalbenzin im Jahr 1950 aber etwa fünfmal so teuer wie heute.

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Stresemann

Hinter "Stresemann" steckt natürlich ein Pseudonym. Der Verfasser hat lange Jahre als Hörfunkjournalist gearbeitet und der überwiegende Teil der Geschichten hier stammt aus seiner Arbeit. Daher könnte das eine oder andere durchaus bekannt vorkommen (vor allem weil andere es gern mal wieder hörfunkmäßig aufbereiten).

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Hinter "Stresemann" steckt natürlich ein Pseudonym. Der Verfasser hat lange Jahre als Hörfunkjournalist gearbeitet und ein überwiegende Teil der Geschichten hier stammt aus seiner Arbeit. Mehr über den Autor erfährst Du unter dem Link "Wer ist denn dieser Stresemann" weiter unten.

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