Zum Beginn des neuen Monats möchten wir euch einmal zeigen, welche wissenswerten Meldungen uns in den letzten Tagen erreicht haben. Es ist schon interressant, was auf der Welt so los ist, bzw. mit was sich die Gesellschaft augenblicklich beschäftigt.

Doch von Pappe

Covid19 bringt schon kuriose Ideen hervor. Ein kolumbianisches Unternehmen (ABC Displays) hat ein Flatpack-Krankenhausbett aus Pappe geschaffen, das auch in einen Sarg verwandelt werden kann, da die Gesundheitsdienste in Lateinamerika immer noch nicht wissen, wie sie der hohen Zahl von Coronavirus-Opfern begegnen sollen. Die Idee kam den Entwicklern, nachdem sie die schlimme Situation in den Nachbarländern Brasilien und Ecuador gesehen hatten. Dort waren die Leichenhäuser überfordert und die Regierung musste Notkartonsärge für Leichen verteilen, die dann oft einfach auf der Straßen abgestellt wurden.

Bislang wird es aber überwiegend als Krankenhausbett verwendet. Das Kartondesign hat seitliche Schlitze und kann dadurch auf einem Metallwagen montiert werden. Bettlaken und Decken können verwendet werden, um das Bett abzudecken, damit der Patient nicht weiß, dass es aus Pappe besteht. Karton wurde aus mehreren Gründen gewählt. Jüngsten Studien zufolge kann das Coronavirus nur 24 Stunden auf Kartonoberflächen überleben, während es auf Materialien wie Holz, Metall und Kunststoff noch zwei bis drei Tage festzustellen ist. Die Fotografie wurde freundlicherweise von ABC Displays zur Verfügung gestellt.

So wird das mit Covid19 weitergehen

Ein Team aus Wissenschaftlern der Princeton University in Princeton (USA), des Tata Institute for Fundamental Research in Bangalore (Indien) und der Shanghai Jiao Tong University (China) hat eine App entwickelt, die einigermaßen genau die zukünftige Entwicklung des Covid19 Virus vorhersagen kann. Grundlage für die Ergebnisse sind mathematische Hochrechnungen auf Basis von mehr als 15 Millionen Daten zum Virus und seinen bisherigen Auswirkungen. NutzerInnen der App, die es bislang nur in englischer Version gibt, müssen zunächst 25 Fragen beantworten, damit daraus eine individuelle Wahrscheinlichkeitsberechnung erstellt werden kann.

Die App verrät dann beispielsweise, wie der weitere Verlauf für den Nutzer/die Nutzerin sein wird, wie sich die unmittelbare Umgebung hinsichtlich der Inzidenz entwickeln kann und wann mit dem Ende zu rechnen ist. Bisherige NutzerInnen bestätigten, dass die Voraussagen kurzfristig mit der Realität übereinstimmten. Jetzt gilt es zu prüfen, ob es auch bei langfristigen Entwicklungen große Übereinstimmungen gibt. Die Wissenschaftler machen darauf aufmerksam, dass bei allem Erfolg, die Ergebnisse aus unzähligen Daten zusammengeführt wurden. Es sei „kein absolutes Ergebnis“. Wer die App einmal ausprobieren möchte, der klicke hier auf den Button. 

Was sind schon 20 Jahre

Wie lange wird es wohl dauern, bis für das Thema „Gendern“ eine Lösung gefunden wird? Wird es auch 20 Jahre dauern. So lange benötigte die Gesellschaft und deren Volksvertreter die Bezeichnung “Fräulein” abzuschaffen. Die sozialliberale Koalition setzte es am 16. Februar durch. Das kuriose daran war, dass es – dank 68er-Revolte und neuer Frauenbewegung – relativ schnell gegangen war, denn 20 Jahre galt damals nicht für sehr lang.

Signorina, Señorita, Mademoiselle – sie klingen so gut, die Diminutive erotischer junger Weiblichkeit, die übersetzt immer dasselbe bedeuten: kleine Frau oder kleine Dame. Zu Deutsch Fräu-lein. Das Gouvernante „Fräulein Rottenmeier“ erscheint dahinter, oder das ausgestorbene Fräulein von Stand, dem diese Bezeichnung einst allein zukam, oder die Stenotypistin aus Erich Kästners „Chor der Fräuleins“. Das Fräulein – ein Neutrum, dazu verkleinert. Man muss sich nicht lange fragen, warum „Männlein“ keine Anredeform geworden ist.

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