Wenn es ab 100 km/h von hinten krümelt

Es ist des Deutschen liebstes Kind: Das Auto! Von außen bis auf wenige Ausnahmen immer sauber. Innen jedoch tun sich dem Betrachter in so manchem Auto andere Welten auf. Scheinbar ziehen einige Autobesitzer ob des Inhalts ihrer Vehikel seit Jahren mit ihrem Hausstand durch die Gegend. Dann gibt es noch die Fahrzeuglenker, die ihr rostiges Etwas mit Toilettenpapierrolle oder Garfield dekorieren. Vielleicht als Ablenkungsmanöver. Zur Gründung eigener Haushalte fehlt Taxi- und Mitwagenchauffeuren relativ wenig. Das meiste lassen die Fahrgäste nämlich im Wagen liegen. Das reicht dann vom Nagellack bis zum Rassehund. Lesen Sie hier Erfahrungen aus dem Autoinnenraum:

Sicherlich haben Sie das auch schon einmal erlebt. Da steht man im Stau und hat vor sich so ein Auto, dessen Fahrer glaubt er fahre Auto-Scooter. Und ausgerechnet jetzt muss wohl der Chip zu Ende sein. Aber vielleicht weckt ja auch so manches Mal das Wageninnere die Neugier. Denn scheinbar ziehen einige Autobesitzer seit Jahren mit ihrem halben Hausstand durch die Gegend.

„Es gibt eigentlich nichts, was nicht denkbar wäre, was im Auto verbleibt. Das geht beispielsweise los im Kofferraum mit Pflegemitteln in einer Größenordnung, dass man glaubt, das wäre eine gesamtes Warensortiment. Außerdem ist erkennbar, das sicherlich im halbjährlichen Rhythmus höchstens einmal staubgesaugt wurde, also das im Bodenbereich Sandrückstände waren, so anderthalb Zentimeter Schicht,“ so ein Mitarbeiter eines großen deutschen Autovermieters. Ja, des Deutschen liebstes Kind außen hui – innen pfui? In der Tat öffnen sich für den vorbeigehenden Betrachter angesichts des Innenraumes so mancher Vehikel ganz neue Welten. Von der Toilettenrolle im Strickkleid auf der Hutablage mal abgesehen, gibt es eigentlich nichts, was sich nicht als Dekoration für Sitze oder Kofferraum eignet: Papiere, Atlanten, Regenschirme oder Verbandskästen sind alltäglich. Interessanter sind da schon Kämme, Bürsten, Nagellack, Bierdosen oder Flaschen.

Was den Geruch angeht der von so manchem Autoinneren ausgeht, so sei hier noch der Zeitgenosse erwähnt, der sein mittägliches Schnitzel solange mitführte, bis es ihm entgegengelaufen kam. Oder der Fan besonderer Literatur, dessen Sammlung pornografischer Zeitschriften solange den Autorücksitz bedeckte, bis die Polizei wegen öffentlicher Erregung eingriff. Eigentlich Ist es doch schade, dass sich ein Auto nicht einfach so auf den Kopf stellen lässt. Denn jeder würde dann überrascht sein, welcher Krempel ihm entgegen fliegt.

Doch selbst wo großer Wert auf einen sauberen Innenraum gelegt wird, findet sich sich einiges. Fast alle Taxizentralen halten für derartige Fundstücke extra einen Raum bereit. Da finden sich dann Schlüssel, Portemonnaies, Fotoapparate oder Regenschirme. Bei der Taxizentrale in Essen fand sich sogar einmal ein Hund ein, der allein im Taxi zurück geblieben war. Allerdings war er nur schwer aus dem Wagen zu bekommen, denn er fuhr unheimlich gern Auto.

Ein weiteres Risiko zur lebensechten Umgestaltung des Autoinnenraumes sind Kinder. Denn selbst wenn die Kids zu Hause ausgezeichnete Tischmanieren pflegen, so entfalten sie in der Verunstaltung der Autorücksitze ihre volle Kreativität. Ein Vater von Drillingen zum Thema „Kinderverpflegung während der Autofahrt“:

Die erste Stunde kann gut überbrückt werden. Nur dann beginnen die Schwierigkeiten, wenn unterschiedliche Essensgewohnheiten auftauchen, also Schokolade, Kekse etc. unterwegs möglichst getauscht werden. Das verteilt sich dann schön auf den Innenraum. also nach drei Wochen lassen sich außer Spielzeug und Keksen etc. alles Mögliche im Auto finden, was aber nicht wieder verwertet werden kann.

 

Foto: pexels

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