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Wie heißt eigentlich das „@“-Zeichen?

Bis zu zehn Meter weit können sich Klammeraffen von Baum zu Baum hangeln. Vor allem ihr bis zu 85 cm langer Greifschwanz – die so genannte fünfte Hand – gibt diesen tagaktiven und sehr agilen Tieren die besondere Beweg­lichkeit. Ursprünglich kommt diese Affenart, die etwa einen halben Meter Größe erreicht, aus den südamerikanischen Regenwaldzonen.

Klammeraffe

Viele nennen das @-Zeichen (gesprochen: ‚et’) „Klammeraffe“. Wahrscheinlich erinnerte das ver­schlungene Symbol auf der Computertastatur an den Schwanz des Tieres. Wie dem auch sei: Der Klammeraffe hat für uns als Versicherer inzwischen einen enorm wichtigen Stellenwert. Zugegeben, nicht nur für uns, sondern für die ganze Cyber-Generation.

Das @ ist das Mittelstück einer E-Mail-Adresse, das den Menschen von der Maschine trennt – formal. Vor dem @ steht der Name, nach dem @ die Domäne. Ray Tomlinson, ein Programmierer, der am Internet-Vorläufer Arpanet mitwirkte, führte 1972 das Symbol ein. Er suchte auf der Tastatur ein Zeichen, das in keinem Namen vorkommt und den Namen und die Adresse innerhalb einer E-Mail-Adresse eindeutig unterscheidet. Er wählte das Zeichen mit der Nummer 64 im Ascii-Code (American Standard Code for Information Interchange).

Übrigens streiten sich kluge Köpfe noch immer über die ursprüngliche Herkunft des @-Zeichens. Dies gab es angeblich bereits im 15. Jahrhundert als Maßeinheit. In Spanien wird das @ beispielsweise seit Jahr und Tag als Handelsmaß verwendet. Es kommt allerdings aus dem Arabischen und misst ein Viertel.

Goldstirn-KLammeraffe

Es gibt noch weitere lustige Begriffe für unseren Klammer­affen: Die Italiener nennen das Mittelstück der E-Mail-Adresse „Schneckenhaus”, die Dänen sprechen von einem „Schweineschwanz”, die Tschechen vom „Rollmops” und die Engländer sehen darin einen „Whirlpool”. In Bayern wird das @-Zeichen „Ohrwasch’l” genannt. Übersetzt für “Preißn und Zuogroaste” – die „Ohrmuschel”. Die Israelis sprechen vom “Strudel”. Die Schweizer nennen das @-Zeichen “Affenschwanz”.

Noch mehr aus dem Tierreich? Die Finnen geben dem Zeichen den Namen „miukumauku“, was an das Miauen einer Katze erinnere, die Ungarn sprechen dagegen von einem “Wurm”. Was wir noch erfahren durften: Bei den Griechen verwandelt sich der Affe in eine „Ente“. Warum weiß man nicht genau, allerdings könnte es sein, dass aus „Papari“ – „Papaki“ wurde, was “Entchen” bedeutet.

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Über den Autor:


Hinter "Stresemann" steckt natürlich ein Pseudonym. Der Verfasser hat lange Jahre als Hörfunkjournalist gearbeitet und ein überwiegende Teil der Geschichten hier stammt aus seiner Arbeit. Mehr über den Autor erfährst Du unter dem Link "Wer ist denn dieser Stresemann" weiter unten.

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