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Ganz Normal Das Münster Rätsel

Wie Rollschuhe in die Oper kamen

Schlittschuhe in der Oper? Ist es wahr oder gelogen?

Wenn es draußen weihnachtlich wird, lohnt es sich in der Adventszeit vielleicht mal wieder eine Oper zu besuchen. Heute behaupte ich: Münster oder besser “Münsters Geschichte” ist es zu verdanken, dass der Rollschuh in die Oper kam. Binde ich euch da einen Bären auf oder ist an der unten stehenden Geschichte etwas Wahres dran? Wer es nicht weiß, kann es gern einfach mal so raten.

Münster steht für 183 Kirchen und für 24 Orte in der Welt. Hier geht es aber um die Stadt “Münster in Westfalen”. Vielleicht kennt ihr diese Stadt nur aus der Werbung, aus dem Internet oder aus Reisemagazinen mit immer den gleichen Bildern. Sie zeigen die berühmtesten Sehenswürdigkeiten oder Gebäude und erzählen die immer gleichen Geschichten.

Dieser Blog kommt aus Münster in Westfalen. Daher finde ich es an der Zeit, euch einmal die ungewöhnlichsten Geschichten, Anekdoten, Märchen oder Unwahrheiten aus Münster näher vorzustellen. Wie gesagt: Märchen und Unwahrheiten sind auch dabei.

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Hier sind die Regeln:

In jeder Folge des „Münster-Rätsel“ erzähle ich euch eine Geschichte. Eure Aufgabe ist es zu bewerten, ob ihr die abschließende Frage mit „wahr“ oder „gelogen“ beantworten könnt. Nach Veröffentlichung jeder Folge habt ihr zwei Wochen Zeit in der Kommentarfunktion unter dem Beitrag eure Antwort zu hinterlassen.

Nun wünsche wünsche euch viel Glück. Hier kommt die heutige Geschichte.


In der Oper über die Bühne rollen

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Jakob Liebmann ist ein musikalisches Wunderkind, mit neun Jahren tritt er als Pianist auf. Ab 1810 ändert er seinen Namen in “Meyerbeer”. Er geht nach Italien, italianisiert seinen Vornamen zu Giacomo und schreibt in der Tradition der ernsten Opern Gioachino Rossinis sechs Werke, von denen drei etwas Erfolg haben: “Emma di Resburgo”, “Margherita d’Anjou” und “Il crociato in Egitto”.

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Eine weitere Oper sollte der Durchbruch werden: „Les Prophétes“ erzählt die Geschichte der Wiedertäuferherrschaft in Münster. Der dritte Akt beginnt mit dem Szenebild der vereisten Aa-Wiesen vor dem Aegidiitor. Weil in der Szene Winter ist, kommen einige Bäuerinnen in Schlittschuhen über die Eisfläche zu den Wiedertäufern, um ihnen Waren zu verkaufen. Um den Schlittschuhlauf im Opernsaal imitieren zu können, griff der Komponist auf eine Erfindung zurück, die noch neu und nicht ganz ausgereift war: Rollschuhe. Die Münster-Oper startete so nach Paris auch in London und Hamburg. Der Rollschuh, der eigentlich ein Inliner mit zwei Rädern war, setzte sich danach als Requisite auf der Bühne durch.


Schlittschuhe in der Oper? Ist es wahr oder gelogen? Schreib deine Antwort in die Kommentarspalte dieses Beitrages. Die Auflösung gibt es in vier Wochen. Und wenn Du weitere Geschichten als wahr oder gelogen aufdecken willst? In 14 Tagen gibt es die nächste Geschichte.

Auflösung des “Münster”-Rätsel Nr. 3: “Ich hab’s am Hals”

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Die Geschichte ist nicht gelogen, denn die kleine Strasse namens “Hals” gibt es in Münster wirklich! Diese eigentümlich benannte Straße geht direkt von der Promenade ab und ist nur wenige Meter lang, bevor sie auf die Schützenstraße trifft. Man weiß zwar, dass die Straße schon seit dem 18. Jahrhundert so heißt. Aber woher der verrückte Name kommt, ist unklar.

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Über den Autor:


Hinter "Stresemann" steckt natürlich ein Pseudonym. Der Verfasser hat lange Jahre als Hörfunkjournalist gearbeitet und ein überwiegende Teil der Geschichten hier stammt aus seiner Arbeit. Mehr über den Autor erfährst Du unter dem Link "Wer ist denn dieser Stresemann" weiter unten.

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