Wieder nix mit „Weißer Weihnacht“?

Vor 40 Jahren gab es letzmalig durchgehend Schnee 

Schon wieder … Heiligabend wird grau und trist bei vor-frühlingshaften Temperaturen und ohne Sonnenschein.  Kennt man ja, als Münsteraner. Verdammte Erderwärmung! Früher war mehr Lametta! Oder doch nicht? An die letzte weiße Weihnacht im Münsterland kann ich mich gut erinnern, auch ohne Statistik. 2005 gab es pünktlich zum 1. Advent ein Schneechaos im Münsterland und so hatte ich bis in die Weihnachtstage hin Probleme, zur Verwandschaft zu kommen. Aber vor 2005 … war da nicht mehr Schnee? War’s da nicht immer kälter?

Als „Münsteraner“ verbinde ich Erinnerungen an Weihnachten fast immer mit Schnee. Kann ein wenig verklärte Welt sein, aber immerhin bin ich in 60 Metern Höhe über dem Meeresspiegel groß geworden. Plattes Land eben, da schneit es schon mal öfters. Doch als ich genauer nachschaue muss ich mich korrigieren: Nur Bilder von grauen, schneefreien Weihnachten. Der letzte weiße Winter war 1978, also vor 40 Jahren. Da lag er bis zu einem Meter hoch in Münsters Strassen. Ein totales Verkehrschaos war die Folge, Verkehrschaos in Münster gibt es heute auch ohne Schnee noch. Nämlich immer wenn mehr als drei Regentropfen auf Münster´s Strassen fallen. Aber das ist eine andere Geschichte.

Zurück zu den harten Fakten: Seit 1987 gab es in Münster – außer im Jahr 2005 – nur in 2001 eine Schneedecke am 24. Dezember, wenn auch hauchdünn. Ansonsten: Fehlanzeige. Was die Temperaturen angeht: Das Quecksilber rutsche nie – bis auf 2005 natürlich – unter die 0-Grad-Marke.  Im vergangenen und in diesem Jahr wurde es erst im Januar kalt. Sollten wir Weihnachten daher besser verschieben?

Dafür herrschten oft gar Frühlingstemperaturen. Vor allem in den letzten Jahren war es an Heiligabend regelmäßig wärmer als an Ostern. Ach was soll’s – ohne Schnee macht’s ja auch Spaß.

2 Comments

  1. Ich wohne im Raum Hannover und habe mal gelesen, dass es in unserer Gegend statistisch gesehen nur alle zehn Jahre an Heiligabend Schnee gibt. Vor Jahren hatten wir einen so heftigen Wintereinbruch, dass sich kaum jemand vor die Tür getraut hat: Es fiel zuerst Schnee und dann kam Eisregen. Auf allem war eine dicke Eisschicht, auch auf den Hauswänden. So etwas braucht kein Mensch.

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