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#WMDEDGT – Februar 2020

“#WMDEDGT”? Was heißt das eigentlich?

Vor sechs Jahren hat Frau Brüllen in in ihrem Blog den Anfang mit einer Tagebuchblog-Woche gemacht und seitdem kann jeder der möchte, einmal aufschreiben, was genau er am 5. eines jeden Monats gemacht hat. Abends wird der Beitrag im Blog von Frau Brüllen verlinkt. So lässt sich dann der Tagesablauf auch bei anderen lesen. Das Ganze läuft unter der gemeinsamen Überschrift: #WMDEDGT? und heisst:

„Was machst Du eigentlich den ganzen Tag?“


Kaum zu glauben: Schon wieder ist ein Monat um und ich berichte euch – wenn auch spät – von meinem heutigen Tagesablauf – einem Mittwoch! Für mich ist der einer der arbeitsreichsten Tage der Woche, mal schauen ob ihr das auch so seht. Schön, dass ihr wieder da seid und ganz viel Spass mit dem, was ich da heute “verzapft” habe.

08:00 Uhr

Neben unserem Haus liegt ein Kindergarten und zugegebenermaßen freue ich mich jeden Morgen, dass unsere vielen Kinder nicht mehr dorthin brauchen. Sie sind erwachsen und wenn ich die Gespräche der Mütter vor dem Kindergarten so höre, frage ich mich: Gibt da das Kind seine Mutter ab oder ist das wirklich umgekehrt?

09:00 Uhr

Frühstück gibt es nicht, denn wir haben unsere Essgewohnheiten doch ein wenig umgestellt. Weniger bis kein Fleisch und den Mahlzeiten-Rhythmus geändert. Nein, das liegt nicht an Fettleibigkeit, eher an einem familiär geerbten Cholesterinwert. Ich gebe zu, dass ich mich schon wesentlich wohler fühle und mir Sport nun wesentlich mehr Spaß macht. Aber der kommt heute erst später. Erst einmal ab in die Redaktion.

10:00 Uhr

Reaktionskonferenz: Früher nannten wir sie die „Ideen-Schmiede“. Heute beschäftigen sich viele Vorschläge für Beiträge mit dem ganz normalen Alltag. Obwohl einige dabei sind, die ich euch nicht vorenthalten möchte: Beispielsweise mehr über die ärztliche „Live-Sprechstunde“ auf Instagram und Facebook berichten zu wollen, die teilweise bis zu 30.000 Zuschauer verfolgen. Hier erklären Ärzte, welche Therapie- und Behandlungsmöglichkeiten es bei Krankheiten gibt. Die haben übrigens auch zwei Apps erfunden. In einer können Nutzer Darmpolypen in Dortmund jagen, in einer anderen geht es um Werbung für die Blutspende. Hierüber hatten die Kollegen vom WDR bereits berichtet. Schaut mal hier

11:00 Uhr

Da wir gerade dabei sind, wer von euch mit seinen Kids die Welt einmal auf andere Art und Weise sehen möchte – aber Digital natürlich – der schaue sich mal den Instagram-Kanal „#.Erde“ an (Achtung, der Punkt hinter dem # ist ganz wichtig und die „ gehören nicht dazu!). Wer noch mehr WDR-Apps (wie zum Beispiel die „Maus-App“) haben will, der schaue bitte einmal hier!

12:00 Uhr

Dann gab es noch einen Vorschlag über das „autonome Fahren“. Auf Sylt ist seit dem vergangenen Jahr ein Auto ohne Fahrer unterwegs. Gab da wohl schon einige Komplikationen. Ich bat darum einmal zu klären: Was läuft da falsch, was lässt sich besser machen und wie sieht das in der Zukunft nun aus. Eine Kollegin möchte über das vermehrte Aufkommen von „Pet-Fluencern“ berichten. Tiere tauchen in den letzten Monaten vermehrt in der Werbung auf. Was hat das auf sich? Unser Praktikant hat herausgefunden, dass Twitterpartner Andy Scheuer nicht der Andy Scheuer ist – also der Verkehrsminister höchstselbst – sondern irgendjemand aus dem Ministerium. Was ihn auf den Vorschlag brachte, ob Prominente selbst eigentlich die Anfragen in den sozialen Medien beantworten.

13:00 Uhr

Beim Mittagessen falle ich mit meinem großen Salatteller doch ein wenig auf. Der schmeckt übrigens auch mit einer einfachen Soße ohne Salz. Um die mitleidigen Blicke der Kollegen auf deren Kotlett-Teller zu lenken schlage ich vor, doch auch einmal zu recherchieren, was denn heutzutage so in den Kantinen gegessen wird. „Das Thema sei nicht neu und deshalb uninteressant“, bekomme ich zur Antwort, die ich mit einem „Na, für euch aber scheinbar schon!“ entgegne.

14:00 Uhr

Der Praktikant ist gefrustet: Donald Trump ist tatsächlich Donald Trump auf Twitter. Anders ist das bei Angela Merkel, für die antwortet ihr Sprecher Steffen Seibert, sie selbst twittert nach Anleitung; hat ja auch Wichtigeres zu tun.

15:00 Uhr

In der RKK (Redaktions-Kaffee-Küche) stellen wir fest, dass es in Deutschland mit dem Kaffee genauso ist, wie mit dem Autofahren. Die First-Class muss es sein beim Automaten und Super muss es sein beim Kaffee-Pulver. Und die Kaffee-Wirtschaftsunternehmen verdienen im Verhältnis genauso viel wie die Autobauer. Wäre das nicht auch ein Thema? „What else“, würde George Clonney bei seiner Kaffee-Werbung sagen.

16:00 Uhr

Das wusste ich auch nicht, Helene Fischer hat mehrere Accounts, auf denen sie mit ihren Fans kommuniziert. Teilweise ist es schwer festzustellen, ob Helene herself das macht, aber der Praktikant nimmt an, dass es einige der unzähligen Fan-Clubs sind, die Helene an die Chat-Tasten lässt.

17:00 Uhr

Es sind mühevolle Stunden, wenn es darum geht, fertige Skripts abzunehmen, sich O-Töne, Bilder oder Filme zu Themen anzusehen, die in wenigen Stunden oder in einigen Tagen fertig sein sollen und gesendet werden.

18:00 Uhr

Der Praktikant berichtet, auch Mickey Mouse habe einen Twitter-Account und da würde gerade eine heiße Diskussion über den Klimawandel ablaufen. „Ob denn Mickey selbst twittern würde“, frage ich. „Claro“, kommt die Antwort „mit Donald“. Ach ja, es geht ja um das Klima. Falls du mit Mickey Mouse twittern möchtest, dann geht das hier

18:30 Uhr

Und falls du immer noch nicht genug Informationen hast oder noch mehr Interessantes hören willst, dann empfehle ich die Vorschläge der jungen Kollegin Caroline Schmitt. Caro lebt als freie Journalistin und Texterin in Berlin, gibt zu viel Kohle für Bücher aus und kann nicht so gut mit Stille. Deshalb laufen zuhause entweder Podcasts oder Bibi Blocksberg. Wie geil ist das bitte, dass immer noch neue Folgen produziert werden? Ihre wöchentlichen Tipps findest du hier!

19:00 Uhr

Ich muss das auch einmal sagen: Ich erzähle hier nicht alles, was in unserer Reaktionskonferenz passiert. Einmal aus Gründen des Personen- und Datenschutzes, zum anderen möchte es die Redaktion ja noch verwenden und so darf nicht vorher alles verraten werden. Dann gerate ich schnell in den Verdacht, evtl. Werbung zu machen, was ich (siehe das Logo links in der Seitenleiste) nicht will. Andererseits fragen Leser meines Blogs oft nach, was denn bei uns in der Redaktion so los sei. Wenn ich dann antworte „nix“, warum glaubt mir das eigentlich keiner?

20:00 Uhr

So, dass war mein Mittwoch heute. In der nächsten Woche geht es weiter mit den „12 von 12“ mit meinem Tagesablauf in Bildern. Dann verrate ich euch natürlich, was Mickey & Donald sich noch alles getwittert haben. Wer etwas anderes lesen möchte, der warte bitte bis Montag, dann berichte ich euch hier etwas über gesunde Ernährung. Na, ihr wisst ja schon warum? Gell! Ich verlinke nun zu Frau Brüllen, wünsche euch allen einen schönen Abend und bis nächste Woche oder bis zum März, zum 5. – einem Donnerstag!

Über den Autor:


Hinter "Stresemann" steckt natürlich ein Pseudonym. Der Verfasser hat lange Jahre als Hörfunkjournalist gearbeitet und ein überwiegende Teil der Geschichten hier stammt aus seiner Arbeit. Mehr über den Autor erfährst Du unter dem Link "Wer ist denn dieser Stresemann" weiter unten.

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