#WMDEDGT Januar 2019

Vor fünf Jahren hat Frau Brüllen in in ihrem Blog den Anfang mit einer Tagbuchblog-Woche gemacht und seitdem kann jeder der möchte einmal aufschreiben, was genau er am 5. des Monats gemacht hat. Abends wird das dann im Blog von Frau Brüllenverlinkt und so lässt sich dann auch bei anderen lesen, was die denn am 5. des Monats gemacht haben. Das Ganze läuft unter der gemeinsamen Überschrift: #WMDEDGT? und heisst:„Was machst Du eigentlich den ganzen Tag?“


08:00 Uhr

Erst einmal das Frühstück machen, wobei ich mir abgewöhnt habe, jeden Morgen zum Bäcker zu gehen um frische Brötchen zu holen. Vielleicht liegt es auch daran, dass die Brötchen hier in Freiburg etwas anders schmecken als bei uns in Münster. Andere Namen haben sie auch; so heißen sie beispielsweise im nahen Basel “Schlumbergerli”. Hier in Freiburg gibt es die “Seele” ein baguetteartiges Weißbrotgebäck aus Dinkel. Ich nehme heute der Einfachheit halber Aufbackbrötchen, weil der Tag noch voll verplant ist.

09:30 Uhr

Einkäufe erledigen. Auf dem elektronischen Einkaufszettel finden sich außer Milch und Gemüse und vieler anderer “Kleinigkeiten” auch noch Kräuter. Die hole ich besser beim türkischen Gemüsehändler, der hat die größere Auswahl. Die Vermutung, hier einen waschechten Türken vor mir zu haben, bestätigt sich nicht, nachdem er mich im reinsten Badisch fragt: “Möchtens ä Tütle?” Ich möchte nicht, denn Plastiktüten habe ich seit langem abgeschafft. Stattdessen packe ich alles in meinen Stoffbeutel und frage meinen elektronischen Einkaufszettel, was ich denn nun noch haben müsse: “Du brauchst noch Tomaten!”

11:45 Uhr

Habe alle Einkäufe zusammen, jedenfalls nach der Anzahl der Stoffbeutel. Noch ein letzter Gang über den Münsterplatz in Freiburg, auf dem am Samstag nicht nur “normale” Marktstände stehen, sondern auch Handwerker und Imbissstände ihre Waren anbieten. Als ich vor zwei Jahren das erste Mal über den Freiburger Markt ging, wies mich meine Tochter auf das eigentliche Freiburger Wahrzeichen hin: “Die lange Rote”, Größe: 35 cm lang. Erscheinung: dünn. Farbe: leicht rot, zart gebräunter Teint. Gattung: Grillwurst. Besonderheiten: ohne Darm. Spitzname: Münsterplatzwurst.

Heute habe ich dafür keine Zeit. Denn jetzt geht es in das Freiburger Münster, zur “Mittagsbesinnung”, einem halbstündigen, hervorragenden Orgelkonzert. Hier kann ich übrigens gleich einmal ausprobieren, wie gut sich vier vollgepackte Stofftaschen praktisch in eine Kirchenbank unterbringen lassen.

15:00 Uhr

Nach einem Mittagessen aus wunderbaren Käsespätzle bin ich nun mit der Familie in der “Kinder-Galaxie”, einem riesigen Hallenspielplatz. Seit etwa einer halben Stunde verfolge ich die Wege meiner beiden Enkelkinder, was bei dem riesigen Gelände nicht so einfach ist. Ich begebe mich zwar auf das große Trampolin, aber einen Überschlag schafft der Opa nicht.

17:30 Uhr

Letzte Sachen für die Rückreise packen. Der verlängerte Weihnachts-/Neujahrsurlaub geht zu Ende. Koffer packen und schauen, dass alles reinpasst. Irgendwie habe ich jedesmal mehr Sachen, die ich zurück nehme, als ich her gebracht habe. Noch einmal auf die elektronsiche To-do-Liste schauen, ob ich auch nichts vergessen habe: “Du brauchst noch Tomaten!” Ach ja, ich habe das Löschen vergessen.


Eine siebenstündige Rückfahrt mit dem Zug steht uns bevor. Ob wir wohl zum Schlafen kommen? Morgen werden wir sicherlich total gerädert den “Jetlag” auskurieren. Daher werde ich hier meinen Tagesbericht beenden. Ich klinke mich aus, stelle diesen Beitrag in meinen Blog und verlinke ihn zu Frau Brüllen. Wenn ihr also noch mehr Tagebucheinträge von heute lesen mögt, dann schaut mal bei Frau Brüllen vorbei. Ich freue mich auf Eure Erlebnisse von heute und auf ein Weiterlesen im Februar.

Über den Autor:


Hinter "Stresemann" steckt natürlich ein Pseudonym. Der Verfasser hat lange Jahre als Hörfunkjournalist gearbeitet und ein überwiegende Teil der Geschichten hier stammt aus seiner Arbeit. Mehr über den Autor erfährst Du oben unter der Rubrik "Zum Autor und Inhalt"

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