#WMDEDGT November 2018

Vor fünf Jahren hat Frau Brüllen in ihrem Blog den Anfang mit einer Tagebuchblog-Woche gemacht und seitdem kann jeder der möchte einmal aufschreiben, was genau er am 5. des Monats gemacht hat. Abends wird das dann im Blog von Frau Brüllen verlinkt und lässt sich so dann auch bei anderen lesen. Das Ganze läuft unter der gemeinsamen Überschrift: #WMDEDGT? und heisst: „Was machst Du eigentlich den ganzen Tag?“  Hier ist mein #WMDEDGT:

06:00 Uhr

Diesen Monat fällt der 5. ausgerechnet auf einen Montag. Im Normalfall ist das nicht weiter schlimm. Aber für mich ist nach jeweils vier schönen Tagen zu Hause der Montag im Büro doch wieder eine kleine Umstellung im Alltagsrhythmus. Ich fange meinen Arbeitstag nämlich früh an. Wie jeden Montag stelle ich fest, dass ich schlecht vorbereitet bin. Eigentlich lege ich mir am Vortag das raus, was ich am nächsten Tag anziehen möchte. So schleiche ich durch das dunkle Schlafzimmer auf der Suche nach den richtigen Klamotten. Ergebnis: Hemd passt nicht zur Hose und am Bett das Knie angeschlagen.

07:00 Uhr

Nach gelöster Bekleidungsfrage endlich im Büro. Es ist noch ruhig auf den Fluren. Zunächst geht es an die Durchsicht der Zeitungen und Zeitschriften. Ich bin – glaube ich – einer der wenigen, der für das Zeitung lesen bezahlt wird.

08:00 Uhr

Die ersten Kolleginnen sind da, die Kaffeemaschinen laufen heiß, in der Teeküche gibt es zahlreiche Gespräche über das vergangene Wochenende. Tipps über Lokale, Kleiderfragen und Kindererziehung gehen hin und her. Auf meinem Tisch liegen neue Magazine und jede Menge Themenvorschläge. Erste Kurzkonferenz, neue Themen und Meldungen werden verteilt. Telefonate geführt.

09:00 Uhr

Die Gespräche haben sich zwischenzeitlich von der Teeküche in die Büros verlagert. Die Inhalte aber sind geblieben. Intensiviert wird das Thema „Schalkauf“, denn durch die kalten Temperaturen werden bald viele der Kolleginnen wieder mit einem dicken Winterschal, nackten Füssen und einem „Coffee to Go“-Becher herumlaufen. Ich muss zugeben nicht zu wissen, dass so Stoffstücke wie Schals auch einmal 800 Euro pro Stück kosten können. Ok, dafür wird das dann ja an  den Füßen wieder eingespart.

10:00 Uhr

Oh, endlich ein Flurgespräch, dass mich sehr interessiert: Kekse backen. Im Hinblick auf Weihnachten werden die neusten Rezepte ausgetauscht und natürlich auch überlegt, inwieweit wir darüber einen Artikel machen können. Biete mich schon jetzt für die Vernichtung einiger Kekse an.

11:00 Uhr

Wir diskutieren gerade über ein Thema „Wohin mit dem Kind, wenn der Kindergarten oder Schule früher zu machen?“ Es sei ja nicht immer eine Oma vorhanden. Außerdem sollte das Kind ja in einem solchen Fall reibungslos anderweitig untergebracht werden können. Ich bin als Kind mit dem Bus zur Schule gefahren, zu der ich auch noch erst zu Fuß hingehen musste. Und wenn die eher aus war, musste ich zusehen, dass es einen Bus zurück gab. Wenn nicht, kickte ich mit anderen solange auf einem Bolzplatz und kletterte auf ungesicherte Bäume. Und wenn ich dabei auf die Schnauze flog, dann heilte das meist von selbst, ohne dass man mich mit Sagrotan oder sonst was badete und sofort wegen jedem Fliegenschiss zum Arzt schleppte. Die jungen Kolleginnen wollten aber unabhängig davon durch Recherche noch einige Möglichkeiten ausloten. Ich glaube, ich war denen zu anstrengend. Aber ein schönes Thema ist es ja.

12:00 Uhr

In der Kantine gibt es „Labskaus“, was mich zu der Frage an den Praktikanten bewegt, was denn da wohl eigentlich drin sei. Ich esse einen Salat und schnappe bei einem Spaziergang ein wenig frische  Luft.

13:00 Uhr

Nach der Mittagspause besuche ich noch eine Autorin, um mit ihr die neusten Textfahnen zu besprechen. Mir ist es lieber, sie schreibt so, wie es ihr einfällt, als dass wir jetzt schon damit anfangen, das Ganze in eine Form zu pressen.

15:00 Uhr

Der Praktikant teilt mir stolz die Ergebnisse seiner „Labskaus-Recherche“ mit. Labskaus enthalte Kartoffeln, Rote-Bete, Gewürzgurken, Corned Beef, Eier und Rollmöpse. Ich lobe ihn und gebe zu verstehen, dass das in Hamburg wohl so sein mag aber in unserer Kantine nicht. Und nein, es wäre keine Idee für einen Beitrag und er solle bitte nicht in der Kantine fragen und sagen, dass ich das wissen wolle. Es wäre alles gut so.

16:00 Uhr

Um keine falsche Vorstellung aufkommen zu lassen: Es werden im Büro nicht den ganzen Tag Gespräche in der Teeküche oder auf den Fluren geführt. Kommunikation halte ich aber für äußerst wichtig, denn die festigt nicht nur den Team-Gedanken, sondern es finden sich auch neue Themen. Im Sportstudio nebenann beispielsweise startet heute ein neuer Kurs namens „Body-Attack“ mit einem, wie die Kolleginnen meinen, sehr gut aussehenden Trainer.  Als ich frage, ob das nicht auch ein Thema für eine schöne Geschichte sei, melden sich sofort mehrere „Teilnehmerinnen“ zwecks Rechereche. Bin gespannt auf die Teeküchengespräche morgen.

17:00 Uhr

Der Azubi ist schon auf dem Weg nach Hause. Geht über den Flur und starrt dabei auf sein Handy. Rufe ihm im Vorbeigehen zu: „Vorsicht Aussenwelt! Der Flur ist in 150 Metern zu Ende. Diese Info bekommen Sie nicht über Google-Maps!“ Azubi murmelt ein „Tschauiii“ und dreht kurz vor dem Flurende ab.

18:00 Uhr

Wieder zu Hause sitze ich noch an meinem Blog und stelle fest, dass das neue Plugin zum Bilder sortieren im Back-Office immer noch Auswirkungen auf den ganzen Blog hat. Bei einigen PC’s werden Bilder nicht angezeigt, bei anderen schon. Ich verstelle nochmals die Einstellungen, mal schauen wie es dann morgen läuft.

19:00 Uhr

So, für heute genug geschrieben. Wir gehen noch ein wenig vor die Tür. Danach gibt es ein leckeres Abendbrot: Biryani. Ich freue mich schon darauf. Das war es für heute. Im nächsten Monat dann wieder auf ein Neues mit WMDEDGT. Bin morgen gespannt auf eure Erlebnisse vom heutigen Tage.

Nun stelle ich diesen Beitrag in meinen Blog und verlinke ihn zu Frau Brüllen. Wenn ihr also noch mehr Tagebucheinträge von heute lesen wollt, dann schaut morgen mal bei Frau Brüllen vorbei. Ich freue mich auf Eure Erlebnisse von heute und auf ein Weiterlesen im Dezember.

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