Stresemanns Ganz normal

#WMDEDGT – November 2020

#WMDEDGT – Was heißt das eigentlich?

Vor sieben Jahren hat Frau Brüllen in in ihrem Blog den Anfang mit einer Tagebuchblog-Woche gemacht und seitdem kann jeder der möchte, einmal aufschreiben, was genau er am 5. eines jeden Monats gemacht hat. Abends wird der Beitrag im Blog von Frau Brüllen verlinkt. So lässt sich dann der Tagesablauf auch bei anderen lesen. Das Ganze läuft unter der gemeinsamen Überschrift: #WMDEDGT? und heisst:

„Was machst Du eigentlich den ganzen Tag?“


Was mache ich denn heute?

Willkommen zu meinem Tagesablauf des heutigen 5. November 2020, der – aufgrund von Corona – ziemlich einseitig sein wird, denn ich sitze einsam zu Hause. Einsam? Nicht so ganz, so halte ich telefonischen und digitalen Kontakt zu den Kolleginnen und Kollegen und schaue ich mir heute die eingereichten Artikel freier Redakteure an, bewerte oder korrigiere sie. Gern würde ich euch mal erzählen, was denn da drinsteht, aber die sollen ja vielfach noch produziert und veröffentlicht werden.

Also habe ich mir vorgenommen, euch heute ein wenig zu informieren, was bei uns so täglich zum Thema „Corona“ einläuft. Ja, ich weiß, viele von euch können das nicht mehr hören, es gehört aber aktuell zu unserem täglichen Ablauf. Keine Sorge, ich beschränke mich mal auf Infos, die für euch interessant sein könnten.

Mehr “Ersatzprodukte” auf dem Tisch

Aktuelle Zahlen zeigen zum Beispiel, dass sich die Nachfrage nach Fleischersatzprodukten während der Corona-Monate weiter verstärkt hat. So verzichten immer mehr Deutsche auf Fleisch- und Milchprodukte und greifen lieber zu Alternativen, hat jedenfalls das GfK Consumer Panel herausgefunden. 18,3 Prozent der deutschen Haushalte konsumieren bewusst weniger Milchprodukte, ganze 39 Prozent weniger Fleischprodukte. Durch die Vorkommnisse bei der Fleischverarbeitung – und wegen der medialen Aufmerksamkeit – drehte sich die Diskussion in den letzten Monaten dann auch vor allem um den Fleischkonsum.

Das Kneipensterben ist nicht aufzuhalten

Wer sehr emsig auf sich aufmerksam macht, ist der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga). Er hat vor zwei Monaten eine Umfrage gemacht. Ergebnis: Sechs von zehn Betrieben bangen um ihre Existenz. Dass ein Viertel der Einnahmen ausfällt, ist danach die Regel. Einige Kneipen und Restaurants werden den Winter nicht überleben. Das ist aufgrund der augenblicklichen Situation nur um so wahrscheinlicher.

Wenn der Zufall mehr an Bedeutung verliert

Corona verändert alles. Mit dem Ausgehen ist es also erst einmal nichts. Aber nicht nur Veranstaltungen fehlen, sondern auch andere Gelegenheiten, bei denen Menschen sich treffen. Patrick Bernau schreibt in einem Essay in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung , was dadurch verloren geht, dass der Zufall in unserem Leben in der Corona-Zeit so sehr an Bedeutung verliert. Viele Dinge ergeben sich, weil Menschen zufällig irgendwo aufeinandertreffen, ins Gespräch kommen. So entstehen Freundschaften, Liebesbeziehungen oder Unternehmen wie Google. Und Dinge zu finden, nach denen man gar nicht gesucht hat, dafür gibt es ein Fachwort, es lautet: Serendipität.

“Mickey Mouse” was here

Wer im Restaurant einen falschen Namen auf die Liste mit den Kontaktdaten geschrieben hatte, musste – laut Vorschrift – 250 Euro zahlen. Aber wer kontrollierte eigentlich, ob es der richtige Name war? Niemand musste dem Personal in der Kneipe seinen Ausweis zeigen. Seit Mitte März wurden allein in NRW knapp 80.000 Mal Bußgelder verhängt, weil Menschen gegen die Corona-Regeln verstoßen haben. Wie viel Geld dadurch zusammengekommen ist, konnte ich nicht in Erfahrung bringen. Auch zur Höhe der Bußgelder wegen falscher Kontaktangaben hüllen sich die Ordnungsämter in NRW in Schweigen.

Wenn der Fernseher stundenlang läuft

Und was den Feierabend angeht: Alle Streamingdienste konnten in den letzten Monaten bestätigen, dass Corona das Nutzerverhalten positiv entwickelt hat. Die NutzerInnen sehen mehr und vor allem länger. Dafür gibt es so viel Content wie noch nie. Allein in den USA sind 2019 rund 500 Serien produziert worden – etwa fünf Mal so viele wie noch vor zehn Jahren. Parallel dazu ist die Bereitschaft, für Inhalte zu bezahlen, massiv angestiegen. 

Licht aus! Spot an!

„Der letzte macht das Licht aus!“ Das gilt jetzt auch für diesen Blog. Vielleicht hat auch Corona ein wenig dazu beigetragen. Und das kam so: Seit einigen Wochen betreibe ich diesen Blog nicht mehr allein, sondern erhalte Hilfe durch ein Team (Mehr darüber könnt ihr hier erfahren). Das hat durch Corona mehr Zeit, weil fast alle von zu Hause arbeiten können oder müssen. Die Folge: In diesem Monat gibt es hier so viele Beiträge wie noch nie. Der Blog erhielt grafische Veränderungen und viele Beiträge wurden aufgepeppt. Das Team ist emsig dabei einiges im Blog zu verändern und wenn es mal nicht klappt, hilft WordPress den alten Zustand wiederherzustellen. In der Vorgabe, den Blog noch lesefreundlicher zu gestalten, entstand ein kleines Icon, mit dem der Blog in einen Nachtmodus versetzt werden kann. Zu finden unten rechts als ein kleines Logo mit einem Mond. Wer da drauf klickt, der macht im Blog das Licht aus. Probiert es mal aus.

In diesem Sinne: „Eine gute Nacht“. Euch wünsche ich einen schönen Abend, schaut bitte auch mal in die anderen WMDEDGT von heute, die ihr hier findet. Nächste Woche lesen wir uns wieder, dann mit vielen Bildern in der Reihe “12 von 12”. Macht es gut und bleibt gesund. Liebe Grüße, euer Stresemann


Blog-Info:

Berühmt werden wollen wir mit diesem Blog nicht. Wir machen nur etwas, was viele andere vielleicht noch besser können: Wir teilen uns mit über das, was uns einfällt, auffällt und überfällt. Wir sind kein gewerblicher Blog. Mehr über uns erfahrt ihr unter: Das Team diesen Blogs!

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