Woher kommt eigentlich der Begriff “Roboter”?

Der Begriff ist ein Lehnwort aus dem Tschechischen. Das Substantiv „robota“ bedeutet so viel wie „schwere, mühsame Arbeit“, „Frondienst“, „Knechtsarbeit“, „Untertanenarbeit“ und geht auf das altslawische Wort rab „Sklave“ zurück. Erstmals benutzte der Dramatiker Karel Capek den Begriff „robot“ 1920 in seinem utopischen Drama R. U. R. (Rossums Universal–Robots).(1) Das Stück handelt von einem Roboterproduzenten, der seine Geschöpfe immer weiter sensibilisiert, bis sie sogar Schmerzen empfinden können. So sollen sie vorsichtiger und damit produktiver werden. Am Ende entwickeln die Maschinen ihr eigenes Bewusstsein und töten die Menschen. „Die Macht der Menschen ist gebrochen”, sagt ihr Anführer: “Ein neues Zeitalter hat begonnen – das der Roboter.”(2)

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Der Übersetzer Otto Pick hat dann den Ausdruck im Dt. (erweitert um das Suffix der Nomina agentis „-er“) mit „Roboter“ wiedergegeben. (3) Es existiert auch das Verb „roboten“. Es taucht z.B. in Stefan Zweigs Novelle „Unvermutete Bekanntschaft mit einem Handwerk“ aus dem Jahr 1931 auf („Pechvogel, du hast umsonst gerobotet den ganzen langen Vormittag.“) Aber die beste Zeit hat das Verb bereits lange hinter sich. Die war in den Jahren um 1950, wie die Wortverlaufskurve des digitalen Wörterbuches der deutschen Sprache festgestellt hat:

Eine bekannte „Hymne“ auf das Roboterzeitalter darf an dieser Stelle nicht fehlen. 1978 veröffentlichte die deutsche Musikgruppe „Kraftwerk“, die als einer der wichtigsten Impulsgeber für die spätere Techno und Electropop-Musik gilt, das Lied „Wir sind die Roboter“. In dem Lied wird wird dezidiert auf die Etymologie des Begriffs eingegangen.

Text von “Wir sind die Roboter”